Am Mittwochabend sind die 65. Stuttgarter Buchwochen im Haus der Wirtschaft eröffnet worden. Auf die Besucher warten 25 000 Bücher, darunter sind 9000 Neuerscheinungen. Gastland ist diesmal Großbritannien.
Stuttgart - Bis zum 6. Dezember kann man im Haus der Wirtschaft wieder an vielen Bücherständen verweilen, genussvoll blättern und schmökern. Bei den 65. Stuttgarter Buchwochen hat man dabei die Wahl unter 25 000 Büchern, darunter 9000 Neuerscheinungen. Gastland ist Großbritannien, dessen Bücher in einer großen britischen Ecke präsentiert werden. Dort findet man einen Stand zum Königshaus, aber auch zu Popmusik und englischer Gartenkunst, und am 26. November gibt es eine „Jane Austen Teaparty“.
Auswahl aus 25 000 Büchern
Insgesamt stellen sich die Buchwochen durch neue Raumarrangements in diesem Jahr klarer, aufgeräumter und zeitgemäßer dar. Neu ist ein Stand mit dem Thema „Gothic Novel“, für das man sich „mehr Aufmerksamkeit wünscht“, so Reinhilde Rösch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Und es gibt jetzt auch ein erhöhtes Podium für die Lesungen. Heute Abend wird der britische Comedian und Bestsellerautor Mark Watson aus seinem Roman „Hotel Alpha“ lesen.
Forderung nach „mehr Buch in den Medien“
Als „begeisterter Leser“ outete sich der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid bei der Eröffnungs-Talkrunde, die Markus Brock vom SWR moderierte. Natürlich war die Bedrohung des gedruckten Buches Thema. Laut Hirnforschern, so Brock, bleibe „Gedrucktes besser hängen“. Thomas Lindemann vom Börsenverein beklagte, Literatursendungen würden im Rundfunk an den Rand gedrängt, in den Zeitungen erschienen weniger Artikel über Literatur. „Mehr Buch in den Medien“ wünschte er sich. Nils Schmid sagte: „Lesen muss schon sein.“ Im Haus der Wirtschaft widersprach niemand.