Stuttgarter des Jahres gesucht Eine Ehre für die Ehrenamtlichen

Die Gewinner und Paten des Ehrenamtspreises 2017 haben den Festakt im Wizemann sichtlich genossen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth 7 Bilder
Die Gewinner und Paten des Ehrenamtspreises 2017 haben den Festakt im Wizemann sichtlich genossen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Versicherungsgruppe loben zum fünften Mal einen Preis für engagierte Bürger aus. Die Gewinner erhalten als Anerkennung jeweils 3000 Euro

Lokales: Ralf Gunkel (gun)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Demokratie lebt nicht vom Zuschauen, sondern vom Mitmachen. Kirche, Feuerwehr und Wohlfahrt, Vereine, Nachbarschaftshilfe, Parteien, Initiativen, Verbände, aber auch Gemeinderäte und Kreistage – sie alle wären ohne das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern nicht denkbar.“ Das sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann im vergangenen Dezember bei der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande an 22 Bürgerinnen und Bürger anlässlich des Tages des Ehrenamtes in Stuttgart.

Die Stuttgarter Versicherungsgruppe und die Stuttgarter Zeitung verleihen zwar keine Verdienstkreuze, aber das Ehrenamt würdigen die beiden Institutionen mittlerweile zum fünften Mal mit dem Preis Stuttgarter des Jahres.

Die zehn Gewinner stehen stellvertretend für diejenigen, die den Preis auch verdient hätten

Was für Menschen, welche stillen Helden des Alltags suchen wir? Es gibt zahllose Helfer, die sich regelmäßig und dauerhaft in karitativen Organisationen, in Vereinen oder einfach in der Nachbarschaft engagieren. Im vergangenen Jahr wurde zum Beispiel eine junge Frau geehrt, die sich für rumänische Prostituierte in Stuttgart einsetzt. Ein Biker-Ehepaar stand auf der Bühne, weil es einmal im Jahr eine große Motorrad-Ausfahrt für behinderte Menschen mit Dutzenden von Maschinen mit Beiwagen organisiert. Zu den Gewinnern zählte auch eine Frau, die sich um die Opfer von Sexualstraftaten kümmert und diese vor Gericht begleitet. Ein Pensionär bringt Grundschulkinder und Alzheimer-Patienten zusammen und baut dadurch Berührungsängste ab. Und das sind nur einige Beispiele für ehrenamtliches Engagement, das die Stuttgarter Versicherungsgruppe und die Stuttgarter Zeitung mit dem Ehrenamtspreis gewürdigt haben.

Zehn solcher Frauen und Männer wollen wir auch jetzt wieder mit dem Preis Stuttgarter des Jahres für einen Abend im kommenden Frühjahr ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Wir wissen, dass das eigentlich viel zu wenige sind. Es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende Stuttgarter des Jahres in unserer Stadt. Deshalb stehen unsere zehn Gewinner stellvertretend für diejenigen, die den Preis ebenso verdient hätten.

Der Ehrenamtspreis Stuttgarter des Jahres basiert auf einem Patenmodell. Niemand kann sich selbst vorschlagen, sondern er muss von jemand anderem empfohlen werden. Also: Kennen Sie jemanden, der für die ältere Dame im Haus regelmäßig den Einkauf erledigt? Gibt es in Ihrem Verein jemand, der den Laden mit seinem Einsatz zusammen hält? Wenn ja, dann schreiben Sie uns. Wenn Sie es schon einmal probiert haben sollten, versuchen Sie es gern noch einmal. Sie erreichen uns per Mail, über ein Formular auf der Homepage Stuttgarter des Jahres und natürlich auch per Post. Die Adressdaten finden Sie unten links auf dieser Seite.

Alle Gewinnern und Paten sind zur Veranstaltung im April 2019 eingeladen

Weil das Engagement der Ehrenamtler so unterschiedlich ist, wird es auch in diesem Jahr keinen ersten, zweiten oder dritten Platz geben. Alle zehn Stuttgarter des Jahres stehen gleichberechtigt nebeneinander. Die Gewinner erhalten als Anerkennung jeweils 3000 Euro. Und natürlich werden neben den Gewinnern und zahlreichen Ehrengästen die Paten zu der großen Abschlussveranstaltung im April 2019 eingeladen.

Folgende vier Personen werden neben dem Vorstandsvorsitzenden der Stuttgarter Versicherungsgruppe, Frank Karsten, und dem Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, Joachim Dorfs, unter den eingesandten Vorschlägen die Gewinner auswählen: Astrid M. Fünderich spielt seit 2009 in der Krimi-Serie „Soko Stuttgart“ die Rolle der Ersten Kriminalhauptkommissarin Martina Seifert. Martin Luding ist Caveman – und das seit 17 Jahren. In dem berühmten Solostück von Rob Becker erzählt er von Männern und Frauen, vom Kampf und vom Krampf. Markus Baur war im Jahr 2007 mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft Weltmeister im eigenen Land. Er machte 228 Länderspiele und warf insgesamt 712 Tore. Martin Kluck war 2014 einer der ersten Stuttgarter des Jahres. Er verkauft mit seiner Firma fair produzierte Kleidung zugunsten zweier Grundschulen in Tansania.

Diese sechs Juroren stellen sich einer denkbar schweren Aufgabe. Sie müssen unter den in den vergangenen Jahren immer durchweg guten Vorschlägen zum Stuttgarter des Jahres auch jetzt wieder die zehn diesjährigen Gewinner auswählen. Das war in den vergangenen Jahren nicht einfach, und das wird in diesem Jahr nicht einfacher sein.




Unsere Empfehlung für Sie