Deparnay-Grunenberg will ins EU-Parlament Fraktionschefin strebt nach Europa

Von Thomas Braun 

Den Grünen im Rathaus kommt ihre bisherige Co-Fraktionsvorsitzende abhanden. Anna Deparnay-Grunenberg kandidiert fürs EU-Parlament und tritt dafür bei den Kommunalwahlen am 26. Mai nicht mehr an.

Aus dem Rathaus ins EU-Parlament? Anna Deparnay-Grunenberg will den Sprung schaffen und verzichtet dafür auf eine Kandidatur bei der Kommunalwahl. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Aus dem Rathaus ins EU-Parlament? Anna Deparnay-Grunenberg will den Sprung schaffen und verzichtet dafür auf eine Kandidatur bei der Kommunalwahl. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Anna Deparnay-Grunenberg, bislang Teil des Führungsduos der grünen Rathausfraktion, tritt zur Kommunalwahl 2019 nicht mehr an. Wenige Tage vor der Nominierungsversammlung der Partei am 17. November erklärte die bisherige Co-Vorsitzende, sie wolle sich ganz auf den bevorstehenden Europawahlkampf konzentrieren. Zuvor war sie bei der Bundesdelegiertenkonferenz in Leipzig auf Platz 15 der deutschen Grünen gewählt worden. Bislang sitzen 13 Abgeordnete aus Deutschland für die europäischen Grünen im EU-Parlament. Die Europa- und Kommunalwahl findet zeitgleich am 26. Mai statt.

Die Deutsch-Französin war bei der Kommunalwahl 2014 einigermaßen überraschend zur grünen Stimmenkönigin avanciert und anschließend als Co-Vorsitzende neben Andreas Winter zur Fraktionssprecherin gewählt worden. Die Tatsache, dass es in der Ratsfraktion ein „starkes und erfahrenes Grünen-Team und eine Menge neue interessante Anwärterinnen“ auf den Posten der Co-Vorsitzenden gebe, mache ihr den Absprung leichter, so Deparnay-Grunenberg in einer Pressemitteilung.

Andreas Winter gratulierte ihr zum „tollen, aussichtsreichen Listenplatz“. Europa könne von ihrer Erfahrung, ihrem Reichtum an Ideen und von ihrer „mit Freundlichkeit gepaarten Beharrlichkeit“ bei der Umsetzung grüner Politik profitieren. Im Rathaus hatte sich die dreifache Mutter vor allem für das Thema Gemeinwohlökonomie begeistert. Einen Platz vor ihr landete mit Michael Bloss ein weiterer Grüner aus Stuttgart auf der Wahlliste.

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