Immobilien in Stuttgart Königstraße bleibt teuerstes Pflaster

Die Königstraße von oben. Im Durchschnitt soll der Quadratmeter unbebauter Boden hier  29 000 Euro kosten. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Königstraße von oben. Im Durchschnitt soll der Quadratmeter unbebauter Boden hier 29 000 Euro kosten. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Preise für Immobilien und Grundstücke sind auch 2016 in Stuttgart gestiegen. Dabei bleibt der Preis pro Quadratmeter an der Königstraße am höchsten. Das Angebot wird geringer.

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Stuttgart - Der städtische Gutachterausschuss hat die Bodenrichtwerte für den Wohnungsbau zum Jahresbeginn um 15 (auf den Fildern) bis 35 Prozent (im Norden) angehoben. Das teuerste Pflaster bleibt die Königstraße, wo der Quadratmeter jetzt für bis zu 29 000 Euro gehandelt wird. 2016 waren es noch 22 000 Euro.

Im Bereich Schottstraße im Norden kostet ein Quadratmeter Wohnraum bis zu 2550 Euro. Der Bodenrichtwert fürs Gewerbe wurde um zehn Prozent erhöht, im Synergiepark Möhringen, in dem sich Daimler und Allianz ansiedeln, um 15 Prozent. Büros kosten nun bis zu 21 Euro Miete pro Quadratmeter. Die Leerstandsquote: 2,8 Prozent; es ist die niedrigste unter den sieben wichtigsten deutschen Bürostandorten, so Karlheinz Jäger, der Vorsitzende des Gutachterausschusses.

Warum die Mieten in Stuttgart generell so hoch sind, erklärt StuggiTV im Video:

Immer mehr Einwohner

Die Landeshauptstadt hat von 2010 bis 2016 einen Zuwachs von 47 000 Einwohnern verzeichnet, das entspricht der Bevölkerung von Fellbach. Weil der Wohnungsbau allgemein und der öffentlich geförderte im Besonderen dem Bedarf hinterherhinke, stiegen die Preise kräftig, so Jäger.

Bei Wohnimmobilien ermittelte der Ausschuss, der alle Kaufverträge von den Notaren erhält, 2016 „fast durchweg zweistellige Zuwachsraten“. Dies bei weniger Verkäufen: Mit 5741 Verträgen waren es 659 weniger als 2015. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Der Trend setzte sich im ersten Quartal 2017 fort.

Der Spitzenpreis für eine neue Eigentumswohnung betrug zuletzt 15 580 Euro/Quadratmeter (die StZ berichtete). Die Preissteigerung bei Neubauten belief sich auf acht Prozent mit einem Durchschnittspreis von 5451 Euro. Die Entwicklung bei Wohngebäuden lag zwischen zehn und 16 Prozent bei sinkenden Verkaufszahlen. Bei Bestandswohnungen waren Preissteigerungen von 15 Prozent zu beobachten.




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