Stuttgarter in den USA Jakob Johnson glaubt weiter an NFL-Traum

Von Christiane Rebhan 

Der gebürtige Stuttgarter Jakob Johnson hatte sich bei seinem vierten Einsatz in der besten Football-Liga der Welt an der Schulter verletzt. Jetzt meldet sich der 24-Jährige erstmals nach der Schock-Nachricht.

Jakob Johnson spielte dreimal in der Startformation der New England Patriots. Foto: dpa/Fred Kfoury Iii
Jakob Johnson spielte dreimal in der Startformation der New England Patriots. Foto: dpa/Fred Kfoury Iii

Foxborough/Stuttgart - Seine Geschichte eignet sich perfekt für ein emotionales Sportler-Portrait: Jakob Johnson, Footballspieler aus Stuttgart, kämpfte sich nach einer schweren Schulterverletzung aus der deutschen Liga bis in die US-amerikanische National Football League (NFL). In dieser Saison gab er für die New England Patriots sein Debüt, lief gesamt dreimal in der Startformation auf der Fullback-Position auf.

Dann der Schock: Beim 35:14-Sieg seines Teams gegen die New York Giants verletzte er sich erneut an der Schulter, musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. Kurze Zeit später gaben die Pats bekannt, dass Johnson auf die Injured-Reserve-Liste (dort platzieren die Mannschaften verletzte Athleten, die erst nach acht Wochen wieder spielen dürfen) gesetzt wird.

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Football-Fans in Deutschland fragten sich seitdem, wie es für den bodenständigen Stuttgarter weitergeht. Jetzt meldete er sich auf seinem Instagram-Profil erstmals zu Wort, bedankte sich für die Unterstützung aus Deutschland und sagte: „Unkraut vergeht nicht!“

Genauere Details zu seiner Schulterverletzung verriet der Offensiv-Spieler nicht. Mehr über den Weg von Jakob Johnson gibt es dafür jetzt in einem Kurzfilm auf Youtube zu sehen. Dort wird seine Geschichte vom „Underdog“ zum NFL-Profi erzählt und wie er sich nach dem letzten Rückschlag bis an die Seite von Star-Quarterback Tom Brady hochgearbeitet hat, zuletzt von seinem Trainer Bill Belichick hochgelobt wurde. Was er einmal geschafft hat, kann wieder klappen – und ein bisschen deutsches „Unkraut“ tut der NFL gut.