Fast drei Stunden lang ist in Teilen der Stuttgarter Innenstadt am Dienstag der Strom ausgefallen. Der Ursprung des Problems lag in einer kleinen Baustelle.

Kriminalität, Sicherheit und Justiz: Jürgen Bock (jbo)

Nicht schon wieder, wird sich so mancher Betroffene gesagt haben. In Stuttgart hat es in den vergangenen Monaten mehrere größere und kleinere Stromausfälle gegeben. Der vom Dienstagmorgen allerdings war außergewöhnlich: Fast drei Stunden lang, von 7.59 bis 10.38 Uhr, blieb in Teilen der Innenstadt der Saft weg.

 

Lahmgelegt war laut Stuttgart Netze grob der Bereich nördlich der Stadtbahnhaltestellen Rathaus und Österreichischer Platz sowie angrenzende Blocks. Wohnhäuser, Geschäfte, Büros und diverse städtische Ämter befinden sich dort. Geschlossen werden musste das Bürgerbüro Mitte. Als der Betrieb am späteren Vormittag überall wieder anlief, war der Ansturm auf allen Kanälen enorm, ist aus der Stadtverwaltung zu hören.

Die Gründe für die diversen Stromausfälle in jüngerer Vergangenheit sind nach Angaben des Netzbetreibers höchst unterschiedlich – und bisweilen fast schon kurios. Ende Februar etwa wurde es in den Stadtteilen Schönberg und Hoffeld dunkel. Nach zwei Stunden war die Versorgung wieder hergestellt. Damals hatte offenbar ein Stein so viel Druck auf ein Kabel ausgelöst, dass es beschädigt wurde. Kurz zuvor hatte es einen großflächigen Stromausfall gegeben, weil ein Mitarbeiter in einem Umspannwerk einen Schaltfehler gemacht hatte. Betroffen waren unter anderem das Mobilfunknetz und das Internet. Auch Ampeln fielen aus.

Und diesmal? „Im Rahmen einer Baumaßnahme ist ein Mittelspannungskabel beschädigt worden“, sagt ein Sprecher des Netzbetreibers. Ausgangspunkt war offenbar eine kleine Baustelle beim Hans-im-Glück-Brunnen. Dort hat wohl ein Arbeiter das Kabel erwischt – womit genau, sagt man bei Stuttgart Netze nicht. Am Dienstagmittag waren Fachleute bereits mit der Reparatur beschäftigt.

Folgen hatte das auch für den Arbeiter. Er blieb zwar unverletzt, musste sich sicherheitshalber aber in ärztliche Beobachtung begeben. Die genaue Ursachenforschung hält derweil an.