Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters Thomas Zehetmair: voller Vorfreude

Von Gabriele Metsker 

Thomas Zehetmair ist mit Beginn der Saison 2019/2020 neuer Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. Im Gespräch erzählt er, warum er sich schon jetzt auf seine neue Aufgabe freut.

Thomas Zehetmair ist neuer Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. Foto: Pablo Faccinetto
Thomas Zehetmair ist neuer Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. Foto: Pablo Faccinetto

Herr Zehetmair, was hat Sie dazu bewogen, diese Position zu übernehmen?

Ein tolles Ensemble, eine tolle Stadt – ich bin voller Vorfreude!

Wie wird sich der Orchesterklang unter Ihrer Leitung weiterentwickeln?

Ich möchte sowohl als Musikhörer als auch als Orchesterleiter eine Vielfalt der Klänge hören – Musik ist Ausdruck der Seele. Deshalb ist sie so reichhaltig und erfüllend.

In welchen Konzerten sind Sie als Dirigent zu erleben? In welchen als Soloviolinist?

In allen als Dirigent, und in drei zusätzlich als Solist.

Ihre Mozart-Interpretationen sind überall auf große, positive Resonanz gestoßen. Was bringen Sie mit?

Wir freuen uns, eine breite stilistische Palette anzubieten. Mozart und Beethoven stehen im Zentrum der kommenden Saison, dazu Meisterwerke von Ligeti, Xenakis, Bruckner, Rebel, Richard Strauss und anderen Komponisten.

Auch zeitgenössische Musik liegt Ihnen am Herzen. Schon beim ersten Abokonzert stehen neben „Lés Eléments“ von Jean-Fery Rebel und der Haffner-Serenade von Mozart die „Ramifications“ für Streichorchester von György Ligeti auf dem Programm. Zieht sich dieser rote Faden durch die Saison?

Nach dem Schock des „Chaos“ der „Eléments“ und den fein ziselierten Klängen von „Ramifications“ könnte man vermuten, bei einer Hochzeits- und Serenadenmusik geht es dann in konventionelle Bahnen über. Das täuscht. In der „Haffner“-Serenade steckt so viel Witz, Originalität und Gefühl, man staunt – wie jedes Mal bei Mozart – über jede Phrase, jeden Ton.

Bei den „Sternstunden“ wird es ebenfalls unerwartete Begegnungen geben. Die erste findet am 22. September mit dem Kathrin Pechlof Trio statt. Was kann das Publikum entdecken?

Da bin ich ebenfalls sehr gespannt und lasse mich überraschen.

Sie werden nun häufiger in Stuttgart sein. Worauf freuen Sie sich?

Viele Freunde, eine spannende Arbeit und viel tolle Musik!

„Kosmogonie“ – SKO mit Thomas Zehetmair (Violine und Leitung): 29. September, 20 Uhr, Liederhalle, Tickets 0 18 06 / 70 07 33 oder online.