Stuttgarter Kickers beim SC Freiburg II Plan der Blauen: Nachlegen nach dem Kantersieg und Rückstand verkürzen

Flamur Berisha (re.) brachte in Trier Tempo und Dynamik ins Spiel der Stuttgarter Kickers. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

In den sechs Spielen bis zur Winterpause planen die Stuttgarter Kickers, den Abstand zur Tabellenspitze zu verkürzen. Der Schwung aus dem 6:0 in Trier soll dabei ins Spiel beim SC Freiburg II mitgenommen werden – mit voller Kapelle.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Zwei Punktspielsiege in Serie zu landen, das ist den Stuttgarter Kickers in dieser Regionalligasaison noch nicht gelungen. Ein weiterer Dreier, nach dem 6:0-Kantersieg zuletzt bei Eintracht Trier, würde bei den Blauen die Hoffnung schüren, bis zur Winterpause noch einmal an die Spitze ranzukommen und auf Schlagdistanz ins neue Jahr zu gehen. Sechs Spiele stehen 2024 noch auf dem Programm. Von der Papierform her ist die Aufgabe an diesem Samstag (14 Uhr/Dreisamstadion/hier im Livestream) beim Drittliga-Absteiger und aktuellen Tabellenfünften SC Freiburg II die kniffligste.

 

„Wir schauen auf dieses Spiel und nicht auf die Tabelle“, versichert Trainer Marco Wildersinn, der aber einräumt: „Der aktuelle Stand spiegelt das Geleistete wider. In unserer Mannschaft steckt mehr drin, doch wir hatten einfach auch zu viele Unentschieden.“ Dass sein Trierer Kollege Thomas Klasen den Kickers einen Angriff Richtung Tabellenspitze bei noch ausstehenden 20 Spielen wünscht und auch zutraut, nimmt Wildersinn zur Kenntnis: „Er hat recht, die Saison ist noch lang. Seine Worte zeigen die Erwartungshaltung an uns, die auch von Fans und Medien an uns herangetragen werden.“ Man wolle dranbleiben, sich weiterentwickeln und in kleinen Schritten nach vorne arbeiten. „Vieles haben wir in eigener Hand“, sagt der Chefcoach.

Guter Mix in der Spielweise

Dazu gehört auch die Spielweise. Einige Spieler strichen nach der Torgala im Moselstadion die gelungene Mischung aus Kurzpassspiel und langen Bällen hervor. „Dieser Mix ist extrem wichtig, wir müssen situativ entscheiden,wann was die bessere Lösung ist“, stimmt auch Wildersinn zu.

Personell gibt es keine Probleme. David Kammerbauer (Sprunggelenkprobleme) und Kevin Dicklhuber (krank) stehen wieder zur Verfügung. Änderungen in der Anfangself sind nicht zu erwarten. Flamur Berisha brachte Tempo und Dynamik ins Spiel und hat sich für weitere Einsätze empfohlen. David Tomic zeigte, dass er sich im Zentrum wohler fühlt als auf der Außenbahn – genauso wie Sinan Tekerci. Wildersinn: „Es war eine sehr enge Entscheidung, wer von beiden beginnen wird.“ Das gilt auch für den überraschenden Sprung von Niklas Antlitz in den Kader an Stelle von Daniel Kalajdzic. Wildersinn: „Das war keine Entscheidung gegen Daniel, vielmehr hat Niklas im Training extrem auf sich aufmerksam gemacht.“

Nyamekye Awortwie-Grant rückte nach überstandener Krankheit wieder für Paul Polauke ins Team und bekam ein Sonderlob vom Coach: „Er war sehr mutig im Spielaufbau, fand auch unter Druck gute Lösungen. Wir sehen in ihm extremes Entwicklungspotenzial.“ In Trier spielte der 24-Jährige erstmals links neben Brian Behrendt in der Innenverteidigung. Grund: Routinier Behrendt kann mit seinem starken rechten Fuß seine langen Diagonalbälle besser von rechts schlagen. Mit Awortwie-Grant, Behrendt, Polauke und Milan Petrovic haben die Kickers bekanntlich vier Rechtsfüßer fürs Abwehrzentrum.

Termine

Pflichtspiele
Stuttgarter Kickers – Eintracht Frankfurt II 2:1, FC Esslingen – Kickers 0:5 (WFV-Pokal), FC 08 Homburg – Kickers 1:1, Kickers – FC 08 Villingen 1:0, FC Normannia Gmünd – Kickers 1:3 n. V (WFV-Pokal), FC Gießen – Kickers 2:2, Kickers – FC-Astoria Walldorf 1:0, 1. Göppinger SV – Kickers 0:0, Kickers – SGV Freiberg 1:3 n. V. (WFV-Pokal), Kickers – TSV Steinbach Haiger 5:1, Kickers Offenbach – Kickers 2:0, Kickers – FSV Frankfurt 0:1, SGV Freiberg – Kickers 2:2, Kickers – TSG 1899 Hoffenheim II 1:2, Bahlinger SC – Kickers 1:3, Kickers – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz 2:2, Eintracht Trier – Kickers 0:6, SC Freiburg II – Kickers (2. November, 14 Uhr), Kickers – 1. FSV Mainz 05 II (9. November, 14 Uhr), KSV Hessen Kassel – Kickers (16. November, 14 Uhr), Eintracht Frankfurt II – Kickers (24. November, 14 Uhr), Kickers – FC 08 Homburg (30. November, 14 Uhr), FC 08 Villingen – Kickers (6./7./8. Dezember).

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