David Udogu (im Zweikampf mit Freibergs Henrick Selitaj) ist ein körperlich robuster Rechtsverteidiger. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
David Udoguo hat als Neuzugang voll eingeschlagen und stand so oft auf dem Platz wie kein anderer Spieler der Stuttgarter Kickers. Vor dem Heimspiel gegen Walldorf gibt er Einblicke.
David Udogu ist unumstrittene Stammkraft bei den Stuttgarter Kickers. Vor dem Regionalliga-Heimspiel gegen den FC-Astoria Walldorf (Samstag, 14 Uhr/Gazi-Stadion) zieht der Rechtsverteidiger Vergleiche zwischen den Regionalligen Südwest und Bayern.
Herr Udogu, die Kickers hätten mit einem Sieg in Homburg den Rückstand auf Platz zwei auf zwei Punkte verkürzen können. Warum konnte die Serie nicht ausgebaut werden und wie ärgerlich ist die Niederlage?
Natürlich ist die Niederlage sehr ärgerlich. Wir wollten unsere Serie fortsetzen. Aber man hat gesehen, dass wir uns auch nach dem 0:2 auswärts gegen die Niederlage gestemmt haben. Wir hatten einen vergebenen Elfmeter, einen Alutreffer und ein aberkanntes Tor, das man geben kann – da lief schon einiges gegen uns. Trotzdem haben wir nie aufgehört, an uns zu glauben, und das ist etwas, das wir mitnehmen können.
Das Spiel der Kickers zwischen den Strafräumen war ansehnlich. Warum gelingt im letzten Drittel zu selten Zwingendes? Wie erklären Sie sich die mangelnde Durchschlagskraft?
Wir kommen gut bis ins letzte Drittel, aber dort müssen wir noch zielstrebiger werden. Es geht um die kleinen Entscheidungen, wann man spielt, wann man abschließt. Da können wir mutiger und klarer werden. Wir wissen, dass da noch Luft nach oben ist – und genau daran arbeiten wir. Wenn uns das besser gelingt, werden automatisch auch mehr Tore fallen.
Was macht Sie optimistisch, dass es in den letzten fünf Spielen bis zur Winterpause besser wird, und wie lautet die Zielsetzung bis zum Jahresende?
Die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor sehr gut. Wir wissen, was wir können und welche Qualitäten wir haben. Es ist nicht so, dass uns die Niederlage runterzieht – wir bleiben positiv. Unser Ziel ist es, bis zur Winterpause maximal erfolgreich zu sein und die Punkte zu holen, die möglich sind.
Sie sind der Kickers-Spieler mit den meisten Spielminuten, als einziger standen Sie in allen Punktspielen in der Startelf. Sind Sie darüber überrascht? Haben Sie damit gerechnet und wie erklären Sie sich die Konstanz?
David Udogu Foto: IMAGO/Jan Huebner
Überrascht ist nicht das richtige Wort. Ich bin einfach dankbar, dass ich jede Woche auf dem Platz stehen darf. Ich denke, das ist das Ergebnis harter Arbeit. Ich versuche, in jedem Training alles zu geben – das zahlt sich aus.
Wo sehen Sie vielleicht sogar Steigerungsmöglichkeiten? Wo können Sie speziell noch zulegen?
Ich kann mich in vielen Punkten verbessern. Gerade arbeite ich an meiner Flankenqualität, damit wir über außen noch mehr Gefahr entwickeln. Auch meine Entscheidungsfindung im letzten Drittel will ich weiter verbessern. Das sind Dinge, an denen ich individuell feile.
Welche Trainer haben Sie am meisten geprägt? Welche bekannten Mitspieler hatten Sie in der Jugend?
Ich hatte viele Trainer, von denen ich profitieren konnte. Jeder hat mir etwas mitgegeben, das mich weitergebracht hat. In meiner Jugend habe ich zum Beispiel mit Spielern wie Merlin Röhl, Felix Keidel und Louis Breunig zusammengespielt.
Sie spielten vor der Zeit bei den Kickers beim FV Illertissen. Was sind die größten Unterschiede zwischen den Regionalligen Bayern und Südwest?
Man merkt schon einen Unterschied. Die Regionalliga Südwest ist insgesamt hochwertiger. Es gibt viele Traditionsvereine, die für gute Stimmung sorgen. Das spürt man als Spieler sofort – die individuelle Qualität der Mannschaften und Spieler, aber auch die Atmosphäre ist anders.
Was erwarten Sie vom Heimspiel gegen den FC-Astoria Walldorf?
Astoria Walldorf hat Qualitäten, das wissen wir. Aber wir auch. Mit unseren Fans im Rücken bin ich sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes und erfolgreiches Spiel zeigen werden.