Stuttgarter Kickers Die Blauen in Homburg – ein Auftritt mit Licht und Schatten

Kickers-Innenverteidiger Nyamekye Awortwie-Grant sieht in Homburg die Rote Karte. Foto: imago//Hasselberg

Die Stuttgarter Kickers zeigen im ersten Auswärtsspiel der neuen Regionalligasaison zwei Gesichter. Der Auftritt beim 1:1 beim FC 08 Homburg offenbart die Stärken und Schwächen der Blauen, bei denen ein neuer Stürmer im Gespräch ist.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Es war gar nicht so lange her, da hatten die Stuttgarter Kickers beim FC 08 Homburg auf ganzer Linie versagt. Mit diesem 0:3 am letzten Spieltag der vergangenen Saison war der Drittliga-Aufstieg endgültig verspielt. „Im Vergleich zu damals war das diesmal ein ganz anderer Auftritt“, fand Sportdirektor Marc Stein nach dem 1:1 am Samstag.

 

Trotz Überlegenheit nur ein Tor

In der Tat dominierten die spielbestimmenden Blauen vor den 2120 Zuschauern im Stil einer Heimmannschaft über 60 Minuten. Stein stellte zu Recht fest: „Im Spiel mit dem Ball ist bereits eine positive Entwicklung festzustellen.“ Das Problem: Nach einer Stunde riss der Faden – und bis dahin war aus der Überlegenheit lediglich das 1:0 (33.) durch ein Tor von Christian Mauersberger herausgesprungen. Womit das Thema Abschlussschwäche schon angesprochen ist.

Weder Daniel Kalajdzic noch David Braig glänzten im Sturmzentrum bisher mit Durchschlagskraft. Die Hoffnung, dass Niklas Antlitz unter dem neuen Trainer Marco Wildersinn zündet, erfüllte sich (noch) nicht. Im Gegenteil: In den beiden Punktspielen schaffte es der 24-Jährige nicht einmal in den Kader. Weshalb der vereinslose Meris Skenderovic, früher unter Wildersinn bei der TSG Hoffenheim II am Ball und zuletzt beim Halleschen FC, ein Thema werden könnte. Der 26-Jährige ist in quirliger, technisch starker Angreifer, der um einen Stoßstürmer herumwirbelt.

Luft nach oben haben die Blauen auch, was das konsequente Verteidigen betrifft. Drei Schlüsselszenen gab es dabei in Homburg. In der 63. Minute wurde David Hummel im Strafraum nicht clever genug gestört. Zum Glück für die Kickers schoss Marcus Mendler den Elfmeter am Tor vorbei. In der 76. Minute traf Hummel nach einem langen Ball zum 1:1. Zu unentschlossen wirkte dabei der ansonsten überzeugende Abwehrchef Brian Behrendt im Verbund mit Keeper Felix Dornebusch.

Eine Minute später führte erneut ein schlechtes Verteidigen nach einem langen Ball zur Roten Karte für Nyamekye Awortwie-Grant. „Am Ende müssen wir uns sicher glücklich schätzen, dass wir hier mit einem Punkt rausgehen, aber trotzdem war es extrem unnötig, dass wir zwei Punkte haben liegen lassen“, sagte Wildersinn, der sich hin- und hergerissen fühlte. Wie das nun mal so ist bei einem Spiel mit Licht und Schatten.

Aufstellung Kickers

Dornebusch – Schmidts, Awortwie-Grant, Behrendt, Kammerbauer – Lockl (60. Tomic), Blank, Kiefer (72. Dicklhuber) – Tekerci (72. Schembri), Kalajdzic (60. Braig), Mauersberger (80. Polauke).

Termine

Pflichtspiele
Kickers – Eintracht Frankfurt II 2:1, FC Esslingen – Kickers (0:5/WFV-Pokal, 2. Runde), FC 08 Homburg – Kickers 1:1, Kickers – FC 08 Villingen (10. August, 14 Uhr), Normannia Gmünd – Kickers (13. August, 17.45 Uhr/WFV-Pokal, dritte Runde), FC Gießen – Kickers (17. August, 14 Uhr), Kickers – FC-Astoria Walldorf (24. August, 14 Uhr), 1. Göppinger SV – Kickers (1. September, 14 Uhr), Kickers – TSV Steinbach Haiger (7. September, 14 Uhr), Kickers Offenbach – Kickers (13. September, 19 Uhr), Kickers – FSV Frankfurt (21. September, 14 Uhr), SGV Freiberg – Kickers (28. September, 14 Uhr).

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