Stuttgarter Kickers Marco Wildersinn bleibt klarer Favorit, aber auch Alois Schwartz ist ein Thema

Alois Schwartz (re.), Dimitrios Moutas: Eingespieltes Trainer-Duo mit Kickers-Vergangenheit Foto: IMAGO/Zink/IMAGO/Sportfoto Zink / Melanie Zink

Die Trainerentscheidung bei den Stuttgarter Kickers steht unmittelbar bevor. Neben dem klaren Favoriten Marco Wildersinn taucht nun aber auch Alois Schwartz als Kandidat bei den Blauen auf.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Mitte der Woche soll alles klar sein mit dem neuen Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Der klare Top-Favorit bleibt Marco Wildersinn, der zuletzt die Würzburger Kickers zur Meisterschaft in der Regionalliga Bayern geführt hat, in den Aufstiegsspielen zur dritten Liga aber im Elfmeterschießen an Hannover 96 II gescheitert ist. Dadurch hat sein Vertrag bei den Franken für die neue Saison keine Gültigkeit. Der Verein will ihn dennoch halten, und bis zum vergangenen Wochenende hatte Wildersinn noch nicht definitiv abgesagt. In der kommenden Saison steigt der Meister der Regionalliga Bayern direkt auf. Weshalb ein Aufstieg mit Würzburg möglicherweise leichter zu erreichen wäre, als mit den Blauen, auch wenn dies nicht als konkretes Ziel ausgegeben wird.

 

Verschiedene Profile

Der 43-Jährige ehemalige Spieler der Degerlocher hat vor seiner Zeit in Würzburg bei der TSG 1899 Hoffenheim im Nachwuchsleistungszentrum viele junge Spieler entwickelt. Wie zu hören ist, reizt ihn die Aufgabe bei den Stuttgarter Kickers aber sehr.

Ein völlig anderes Profil als Wildersinn besitzt ein Mann, zu dem die Kickers nach Informationen unserer Redaktion ebenfalls Kontakt aufgenommen haben: Alois Schwartz. Der gebürtige Nürtinger war schon zu glorreichen Bundesligazeiten für die Kickers am Ball.

Im Trainergeschäft bringt der 57-Jährige viel Erfahrung mit. Beim SV Sandhausen, dem 1. FC Nürnberg und zuletzt bei Hansa Rostock coachte er Zweitligisten, beim Karlsruher SC war er in den dritten und zweiten Liga tätig. Immer an seiner Seite: Co-Trainer Dimitrios Moutas, sein ehemaliger Mitspieler bei den Kickers. Der Mann mit den griechischen Wurzeln wohnt in Stuttgart, Schwartz (derzeit mit der Familie noch im Urlaub auf Mallorca) hat seinen Lebensmittelpunkt in Mannheim. Finanziell dürfte die Verpflichtung des Duos, das sich auch nach der Karriere immer mit den Kickers identifiziert hat, eine Herausforderung darstellen.

Ebenfalls Kontakt hatten die Kickers zu Vincent Wagner (TSG 1899 HoffenheimII) und Andre Meyer von Nordost-Regionalligst SV Babelsberg 03. Der 40-Jährige gilt wie Wildersinn als „Entwickler“ und war auch schon in den Nachwuchsabteilungen des 1. FC Köln, FC Augsburg, von Hertha BSC und Union Berlin tätig. Die Kontakte sollen sich inzwischen zerschlagen haben.

Die Zeit drängt jedenfalls. Am 18. Juni ist Trainingsauftakt und der neue Trainer sollte auch noch Einfluss auf den Kader nehmen.

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