Stuttgarter Kickers mit Zittersieg in Oberachern Mustafa Ünal ärgert sich über mangelnde Souveränität

Mohamed Baroudi (li.) erzielte seine Saisontreffer fünf und sechs für die Stuttgarter Kickers im Spiel beim SV Oberachern. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Mohamed Baroudi (li.) erzielte seine Saisontreffer fünf und sechs für die Stuttgarter Kickers im Spiel beim SV Oberachern. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

4:3 nach 4:0 – wie schon nach der klaren Führung gegen den FC Nöttingen hätten sich die Stuttgarter Kickers auch beim SV Oberachern fast noch um den Lohn gebracht. Woran liegen diese Nachlässigkeiten?

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Oberachern - Sie stemmten die Hände in die Hüfte, die Blicke gingen nach unten – die Körpersprache der Spieler der Stuttgarter Kickers wirkte unmittelbar nach dem 4:3(2:0) beim SV Oberachern, als hätten sie ein Spiel verloren. Den Grund, warum sich zunächst kein Jubel über den sechsten Sieg in Serie in der Fußball-Oberliga einstellte, nannte Trainer Mustafa Ünal: „Es kann nicht sein, dass man nach einer 4:0-Führung so auftritt wie wir.“ Nach den Toren von Kevin Dicklhuber (25./siebtes Saisontor), Mohamed Baroudi (41./49) und Markus Obernosterer (47./achtes Saisontor) hatten die Blauen das Spiel offenbar gedanklich abgehakt. Statt die Partie vor 555 Zuschauern souverän zu Ende zu spielen, verloren sie komplett den Zugriff. Viel hat wahrlich nicht gefehlt und Oberachern wäre nach den Treffern von Luca Fritz (69.), Delio Palmieri (72., Foulelfmeter) und Benedikt Asam (73.) auch noch das 4:4 gelungen. Die Parallele zur Partie am 6. Oktober 2019 wäre perfekt gewesen. Damals kassierten die Kickers nach einer 4:1-Führung in Oberachern tatsächlich noch den Ausgleich zum 4:4-Endstand.

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„Schon beim 3:2 gegen den FC Nöttingen verspielten wir beinahe noch einen klaren Vorsprung. Das ist jetzt zweimal gut gegangen, ein drittes Mal geht es nicht gut“, ärgerte sich Ünal über die Nachlässigkeiten. „Wir waren nicht mehr griffig, nicht mehr aggressiv, nicht mehr fleißig. Das werden wir in aller Deutlichkeit aufarbeiten.“

Dass Niklas Kolbe beim Stand von 4:0 ausgewechselt wurde, begründete Ünal mit einer Verletzung des Innenverteidigers. „Niklas ging leicht angeschlagen in die Partie, da wäre es zu gefährlich gewesen, ihn durchspielen zu lassen.“ Mittelfeldspieler Nico Blank stand krankheitsbedingt nicht im Kader.

Das nächste Spiel bestreiten die Kickers am kommenden Samstag (14 Uhr/Gazi-Stadion) gegen die SF Dorfmerkingen.

Aufstellung Kickers

Castellucci – Moos, Zagaria, Kolbe (67. Leist), Kammerbauer – Reisig, Campagna – Baroudi, Obernosterer (78. Polauke), Riehle (62. Tunjic) – Dicklhuber.




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