Mustafa Ünal hatte zu Wochenbeginn erstmals seinen kompletten Kader zur Verfügung. Auch Torwart Ramon Castellucci trainierte bei den Stuttgarter Kickers vor dem Oberliga-Heimspiel gegen Sport-Union Nekarsulm wieder mit – ob er spielt, ist allerdings fraglich.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Genau so mag das ein Trainer. Erstmals in dieser Saison waren zu Wochenbeginn alle Mann aus dem Kader der Stuttgarter Kickers beim Mannschaftstraining am Ball. Der Konkurrenzkampf bei den Blauen ist entsprechend hoch. Luxusproblem kann man das auch nennen, vor dem Coach Mustafa Ünal im Oberliga-Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr/Gazi-Stadion) gegen die Sport-Union Neckarsulm steht.

Noch offen ist ob Mittelfeldspieler Lukas Kiefer nach überstandener Mittelfußverletzung (zugezogen am 9. August im WFV-Pokal-Zweitrundenspiel beim VfL Nagold) auch ins Aufgebot rückt. Die gleiche Frage stellt sich bei Ramon Castellucci. Der Torwart trainierte nach seiner Ellbogenentzündung zwar wieder mit, doch erst nach weiteren Belastungstests am Ende der Woche, wird das Trainerteam über einen Einsatz entscheiden. Gut möglich, dass auch im sechsten Pflichtspiel in Serie sein Vertreter David Nrcea-Bisinger zwischen den Pfosten stehen wird. Castellucci hatte sich übrigens wegen seiner Verletzung eine dritte ärztliche Meinung in Hamburg eingeholt. Obwohl der 25-Jährige wieder trainieren kann, wird eine Operation notwendig sein, der Zeitpunkt des Eingriffs ist aber noch offen.

Viele Änderungen in der Aufstellung wird es gegenüber dem jüngsten 5:1-Auswärtssieg beim Aufsteiger FSV Hollenbach nicht geben. Aller Voraussicht nach wird der zuletzt geschonte David Braig (vier Saisontreffer) wieder ins Sturmzentrum rücken, Top-Torjäger Kevin Dicklhuber (sieben Saisontreffer) wieder mehr aus der Tiefe kommen. Offensivmann David Nieland, der in Hollenbach nach seiner Einwechslung erstmals traf, muss weiter auf sein Startelfdebüt in der Oberliga warten. Zumal er am Mittwoch und Donnerstag krankheitsbedingt nicht trainieren konnte. „David braucht noch Zeit, er muss fleißig und hart arbeiten, um den nächsten Schritt zu machen“, sagt Ünal.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Kickers und Neckarsulm endete vergangenen April im Unterland mit 7:0 (6:0) für die Kickers. „Das wollen wir natürlich besser machen“, sagt der neue Sport-Union-Trainer Walter Thomae, „wenn wir einen richtig Sahnetag erwischen, die Kickers einen ganz miesen, dann ist vielleicht etwas möglich. Das zeigten ja auch die Kickers im DFB-Pokal gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth. Wir wollen das bestmögliche Ergebnis.“ Genauso wie die Kickers – die ihre Tabellenführung mit voller Kapelle verteidigen wollen.