Stuttgarter Kickers Tut sich noch etwas vor Schließung des Transferfensters?

Meris Skenderovic (li.) und vor allem Sinan Tekerci sind zwei Wechselkandidaten. Foto: Imago, Baumann

Kommt vor Ender der Transferperiode am 1. September noch Bewegung in den Kader der Stuttgarter Kickers. Wir nennen die Aspekte, von denen es abhängt.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Auch in diesem Jahr endet die Transferperiode wieder mit dem sogenannten „Deadline Day“, bis zu dem die letzten Wechsel getätigt sein müssen. Stichtag ist der 1. September um 20 Uhr. Nach dieser Frist können in Deutschland nur noch vereinslose Spieler verpflichtet werden.

 

Diese Regelung gilt auch für den Fußball-Regionallligisten Stuttgarter Kickers. Derzeit sieht es so aus, als würde sich nichts mehr am Kader tun. Doch Pokern gehört zum Geschäft, und nicht selten gehen Transfers auf den letzten Drücker über die Bühne.

Zwei drittligaerfahrene Kandidaten gibt es jedenfalls, denen die Blauen keine Steine in den Weg legen würden, wenn sie einen neuen Club finden würden.

An erster Stelle steht Sinan Tekerci. Der offensive Mittelfeldspieler, der 2023 von der SV Elversberg gekommen war, hat noch in keinem der bisherigen vier Regionalligaspielen in dieser Saison den Sprung in den Kader geschafft. Auch bei den beiden WFV-Pokalpartien in Göppingen und beim VfR Aalen stand er nicht auf dem Spielberichtsbogen. Damit kein falscher Verdacht aufkommt: Tekerci lässt sich im Training nicht hängen, besucht die Spiele der Mannschaft sogar im Kickers-Trikot – doch das alles ändert nichts an seiner fehlenden Perspektive in Degerloch.

Siebrecht (li.), Wildersinn: Kommt noch ein Mittelstürmer? Foto: Baumann

Nach Informationen unserer Redaktion zeigt seit geraumer Zeit Eintracht Trier Interesse am 31-Jährigen. Den Wechsel zum Ligarivalen könnte sich Tekerci offenbar auch vorstellen, zumal seine Partnerin im Saarland lebt. Bisher spielte die Eintracht jedoch auf Zeit. Erste Wahl für einen Neuzugang soll Aygün Yildirim sein (30/früher Jahn Regensburg und Arminia Bielefeld, zuletzt 1461 Trabzon/Türkei). Zerschlägt sich dieser Transfer, könnte doch Tekerci den Zuschlag beim aktuellen Regionalliga-Zwölften bekommen. Die Abfindungsmodalitäten mit dem Spieler müssten die Kickers dann noch vereinbaren.

Skenderovic im Training tadellos

Zweiter Kandidat für einen Wechsel noch vor Schließung des Transferfensters ist Meris Skenderovic. Der Offensivmann kann in den bisherigen sechs Pflichtspielen in dieser Saison gerade mal 14 Pokalminuten in Göppingen vorweisen. Der 27-Jährige – im August 2024 vom Halleschen FC gekommen – verhält sich laut Trainer Marco Wildersinn und Sport-Geschäftsführer Lutz Siebrecht im Training tadellos, doch an der Konkurrenz im Kader kommt er derzeit nicht vorbei. Weder im Sturmzentrum, noch auf den Außenbahnen oder auf den Achterpositionen.

Wie es heißt, wäre zumindest ein Abgang die Voraussetzung für die Verpflichtung eines neuen Spielers. Bei dem müsste die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass er die Kickers weiterbringt. Auch sieht das Beuteschema keine abgetakelten Profis vor, die sich im Herbst ihrer Karriere befinden. Zudem bleibt ein Kernproblem: Wenn überhaupt, haben die Blauen etatbedingt nur ganz wenig finanziellen Spielraum.

Dass es sich bei einem möglichen Neuzugang um einen Mittelstürmer handeln sollte, macht die Aufgabe nicht leichter. Auch der FC 08 Homburg und Kickers Offenbach, an diesem Freitag (19 Uhr) zu Gast im Gazi-Stadion, suchen einen Mann mit Torjägerqualitäten.

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