Stuttgarter Kickers unterliegen FSV Frankfurt Die Stimmen der Beteiligten

Ganz bittere Niederlage für Trainer Marco Wildersinn und die Kickers Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Die Enttäuschung nach dem 0:1 der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga gegen den FSV Frankfurt war riesig. Vor allem die fehlende Linie nach der Roten Karte gegen den FSV war das Hauptthema bei den Beteiligten.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Die Stuttgarter Kickers kassieren vor 4680 Zuschauern mit dem 0:1 gegen den FSV Frankfurt ihre erste Heimspielniederlage in dieser Regionalligasaison. Wir haben die Stimmen der Beteiligten gesammelt.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit klar kontrolliert und auch gut von hinten rausgespielt. Nach dem Platzverweis für den FSV haben wir jedoch alles über Bord geworfen. Wir hatten keinen Zugriff mehr im Gegenpressing. Das war mangelnde Qualität von uns in dieser Phase. Wir waren unclever, haben doofe Sachen gemacht, keinen Fußball mehr gespielt und dann den Gegner auch noch zum Tor eingeladen. Das ist schwer zu erklären.“

Tim Görner (FSV-Trainer): „Dass wir in Unterzahl gegen diesen top Gegner vor dieser überragenden Kulisse bestehen, ist aller Ehren wert. Wir wollten mit einem Mann weniger weiter mutig sein, haben fleißig alles wegverteidigt und unsere Umschaltmomente gesucht. Einen davon haben wir genutzt. Da sieht man, dass wir gerade im Flow sind, einen echten Lauf haben.“

Marc Stein (Kickers-Sportdirektor): „Wir hatten das Spiel total unter Kontrolle, nur das Tor hat gefehlt. An dieser letzten Konsequenz müssen wir arbeiten. Wenn es dann einmal vorne nicht klappt, sollte wenigstens hinten die Null stehen. Das haben wir nicht geschafft. Die Rote Karte für den Gegner tat uns jedenfalls nicht gut. Auch unsere Einwechselspieler konnten nicht das abrufen, was wir uns erhofft haben. Das Spiel driftete in die andere Richtung.“

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Wir spielen eine super Halbzeit, mit dem einzigen Manko, dass wir die Tore nicht machen. Nach der Roten Karte für den FSV waren wir zu ungeduldig, zu hektisch, zu ungefährlich. Dass wir dann noch in einen Konter laufen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Das haben wir uns zum Jubiläum natürlich ganz anders vorgestellt.“

Brian Behrendt (Kickers-Spieler): „Die Enttäuschung ist unfassbar groß, das Ganze nervt mich total. Was wir mit einen Mann mehr gespielt haben, das geht einfach nicht, das darf so nicht passieren.“

Kevin Dicklhuber (Kickers-Spieler): „Wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen. Uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit, die Gier in der Box. Aus meiner Sicht fehlte auch das Herz und die Leidenschaft. Für mich war der FSV Frankfurt der schlechteste Gegner, der sich in dieser Saison hier vorstellte.“

Lukas Kiefer (Kickers-Spieler): „Wir haben in unserer starken ersten Halbzeit nichts zugelassen, und auch spielerisch überzeugt, nur haben wir uns nicht belohnt. Nach der Roten Karte wurde es wild, wir haben uns von klaren Mustern verabschiedet.“

Nico Blank (Kickers-Kapitän): „Der Fokus lag komplett auf dem Spiel. Aber wir wollten zum Jubiläum unbedingt allen Kickers-Fans ein Geschenk machen. Das ist uns nicht gelungen, deswegen ist es umso bitterer. Nach zwei Niederlagen in Serie heißt es jetzt die Köpfe hochzunehmen und in Freiberg wieder zu punkten.“

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