Stuttgarter Kickers Zeichen bei Sinan Tekerci stehen auf Trennung

Sinan Tekerci in Zivilkleidung nach der Partie gegen Eintracht Trier. Foto: Baumann

Tut sich noch etwas bei den Stuttgarter Kickers vor Schließung des Transferfensters? Zumindest bei Sinan Tekerci sieht es so aus, als würde der Offensivmann gehen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

20 Spieler dürfen auf dem Spielberichtsbogen bei einem Fußball-Regionalligaspiel eingetragen werden. Durch die Verletzung von Meris Skenderovic war bei den Stuttgarter Kickers für die Partie gegen Kickers Offenbach (1:1) ein Platz frei geworden. Doch nicht Sinan Tekerci schaffte den Sprung in den Kader, sondern mit David Mitrovic wurde neben Leon Neaime ein zweiter Ersatztorhüter nominiert. Das sagt alles über die nicht vorhandene sportliche Perspektive des Offensivmanns, zumal ihm sogar engagierte Trainingsleistungen attestiert werden.

 

Auch Tekerci selbst schätzt seine praktisch ausweglose Lage bei den Kickers inzwischen offenbar realistisch ein. Deshalb stehen die Zeichen eindeutig auf Trennung. Der Vertrag dürfte mit ziemlicher Sicherheit vor Schließung des Transferfensters am Montag (20 Uhr) aufgelöst werden – unabhängig davon, ob der 31-Jährige bis dahin einen neuen Club gefunden hat oder nicht. Löst er rechtzeitig auf, kann er sich auch nach dem 1. September noch einem neuen Club anschließen.

Dass die Kickers im Gegenzug noch einen Neuzugang an Land ziehen, darauf deutete am Samstag noch nichts hin. Trainer Marco Wildersinn nimmt die Sache sportlich, er stellt keine Forderungen: „Es macht sehr viel Spaß mit dem aktuellen Kader zu arbeiten. Wir haben ein Team mit sehr viel Potenzial, aber andere Ligakonkurrenten haben viel besser besetzte Kader. Zum Beispiel auch Offenbach. Dennoch haben wir sie am Freitag eine Halbzeit an die Wand gespielt.“ Der Kader der Blauen sei „de facto nicht der eines Spitzenteams, dahin müssen wir uns erst entwickeln“, so die Einschätzung des 44-jährigen Fußball-Lehrers.

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