Stuttgarter Kickers „Zu doof, das Risiko des Gegners zu bestrafen“

Von Jürgen Frey 

Da war mehr drin für die Stuttgarter Kickers. Trotz Führung und einiger guter Torchancen reicht es für die Blauen in Freiburg nur zu einem 1:1. Ob es im letzten Spiel des Jahres gegen den FV Ravensburg zum Dreier reicht?

Malte Moos (re.): Sein drittes Saisontor zur 1:0-Führung reicht in Freiburg nicht zum Sieg Foto: Baumann
Malte Moos (re.): Sein drittes Saisontor zur 1:0-Führung reicht in Freiburg nicht zum Sieg Foto: Baumann

Freiburg - Patrick Auracher konnte sich über sein Jubiläum nicht freuen. Zum 150. Mal trug der Verteidiger der Stuttgarter Kickers in einen Punktspiel das Trikot der Blauen. Doch nach dem 1:1 im Oberligaspiel beim Freiburger FC sagte der 29-Jährige: „Die Enttäuschung über die zwei verlorenen Punkte überwiegt eindeutig.“

Lesen Sie hier: Interview mit Präsident Lorz: „Wir wecken wieder mehr Emotionen“

Damit kein falscher Verdacht aufkommt. Die Punkteteilung beim nunmehr seit neun Spielen ungeschlagenen Aufsteiger ging am Ende in Ordnung. Auch Kickers-Trainer Ramon Gehrmann empfand es als ein „gerechtes Ergebnis, weil der FFC wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht hat“. Was nichts daran änderte, dass sich der 45-Jährige über die schlechte Chancenverwertung seiner Mannschaft ärgerte: „Wir waren auf gut Deutsch zu doof, das Risiko des Gegners zu bestrafen, weil wir die Konter und unsere Premiumchancen nicht nutzten.“

Lesen Sie auch: Wie steht es um die Finanzen der Kickers?

Entweder schossen die Kickers-Spieler den Torwart an, trafen den Ball nicht richtig oder sie trafen die falsche Entscheidung. „Wir müssen einfach das 2:0 machen, dann gewinnen wir auch das Spiel“, fand auch der Sportliche Leiter Lutz Siebrecht. So aber reichte eine Unachtsamkeit bei einem Diagonalball des FFC aus dem Mittelfeld heraus – und die Blauen kassierten den Ausgleich.

Lesen und Sehen Sie hier: Der Kickers-Film „Ein Traum in Blau“

Der fiel in der 76. Minute durch Konstantin Fries. Malte Moos hatte die nun seit sechs Spielen ungeschlagenen Kickers vor 600 Zuschauern mit 1:0 in Führung gebracht (16). „Nun gilt unsere volle Konzentration der Partie gegen den FV Ravensburg“, sagte Siebrecht. Im Schlagerspiel gegen den Tabellenvierten am kommenden Samstag (14 Uhr/Gazistadion) wird dann vermutlich auch Lukas Kling wieder von Beginn an spielen. Der Mittelfeldstratege wurde wegen einer Erkältung lediglich für die letzten zwölf Minuten eingewechselt. Für ihn spielte Leon Braun auf der Sechser-Position. Nico Blank in der Mittelfeld-Raute auf der Zehn.

Kling sitzt zunächst erkältet auf der Bank

„Lukas war krank und hatte laut eigener Aussage nur Luft für 20 Minuten“, sagte Gehrmann. Warum er nur einen Wechsel vornahm? „Wir waren bis zum Schluss gut im Spiel und hatten auch nach dem Ausgleich die besseren Chancen“, erklärte der Coach. „Es gab keinen Grund, etwas an der Dynamik des Spiels zu ändern.“

Kickers-Aufstellung

Trautner – Ludmann, Auracher, Feisthammel, Kammerbauer – Moos, Blank, Braun (78. Kling), Klauß – Tunjic, Giles.