Stuttgarter Mineralbäder Jetzt öffnet auch das Solebad Cannstatt

Am Montag kehren die  Badegäste ins Solebad in Cannstatt zurück. Foto: Bäderbetriebe Stuttgart
Am Montag kehren die Badegäste ins Solebad in Cannstatt zurück. Foto: Bäderbetriebe Stuttgart

Das Warten hat ein Ende: Nach dem Mineralbad Berg und dem Mineralbad Leuze macht nun auch das Solebad in Bad Cannstatt wieder auf. Außerdem gibt es dort einige Neuerungen.

Lokales: Jan Sellner (jan)
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Stuttgart - Gute Nachricht für Mineralwasserfreunde: nach eineinhalb Jahren Pause steht das Solebad Cannstatt vom kommenden Montag, 16. August, an wieder offen. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 war das Bad geschlossen. Anders als die Mineralbäder Leuze und Berg hatte es im vergangenen Jahr nicht wieder geöffnet. Der Grund: zu wenig Personal.

Auch jetzt müssen die städtischen Bäderbetriebe mit dem Personal haushalten. Aus diesem Grund bleibe der Saunabereich des Solebads bis auf Weiteres geschlossen. „Für uns ist es jedoch extrem positiv, dass nun alle drei Stuttgarter Mineralbäder wieder geöffnet sind“, sagte Bädersprecher Jens Böhm am Mittwoch auf Anfrage. Während vielerorts Bäder wegen der Pandemie große Probleme hätten, befände man sich in Stuttgart in der privilegierten Lage, das Angebot ausweiten zu können. „Auch die Beschäftigten des Soldebads freuten sich riesig“, betonte Böhm. Das Mineralbad Berg ist seit 14. Juni wieder offen , das Mineralbad Leuze seit 21 Juni.

Neu: ein Salzinhalationsraum

Gebadet werden kann täglich in zwei Zeitfenstern – von 11.30 bis 15 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr. Pro Zeitfenster dürfen aufgrund der Coronabeschränkungen maximal 150 Personen ins Bad. Die elektronischen Tickets werden laut Böhm in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Online-Shop der Bäderbetriebe freigeschaltet. Als Preis für die dreieinhalbstündigen Zeitfenster wird der bisherige Zwei-Stunden-Tarif genannt: 8,50 Euro (Normaltarif) und 6,80 Euro (ermäßigt). Wie bei den Mineralbädern Leuze und Berg können Tickets im Vorverkauf auch direkt an der Kasse erworben werden – täglich zwischen 13 und 15 Uhr und 18 und 20 Uhr – „solange der Vorrat reicht“, wie Böhm betont. Die elektronischen Tickets scheinen übrigens sehr beliebt zu sein. Die Bäderbetriebe sprechen von der „beeindrucken Zahl“ von 310 000 Nutzern, die sich bisher registriert hätten.

Einige Neuerungen gibt es im Solebad Cannstatt auch: Bädersprecher Böhm verweist auf den neu gestalteten Leseraum im Schwimmbadbereich sowie auf „einen komplett sanierten Ruheraum mit beleuchteter Salzsteinwand“. Neu ist zudem ein Inhalationsraum mit Trockensalznebel. Der Stadt waren diese Maßnahmen zusammengenommen knapp eine halbe Million Euro wert. Außerdem sei die Zeit des Lockdowns genutzt worden, um die Glasfassade des Mineralbads zu sanieren, erklärt Böhm. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 400 000 Euro.




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