Stuttgarter OB rückt auf Fritz Kuhn nun dritter Mann beim Deutschen Städtetag

Von Josef Schunder 

Bisher gehörte das Stuttgarter Stadtoberhaupt im kommunalen Spitzenverband zum weiteren Stellvertreterkreis des Präsidenten. Nun kommt er gleich hinter dem Vizepräsidenten.

Kann als dritter Mann beim Deutschen Städtetag für den kommunalen Spitzenverband reden: Stuttgarts OB Fritz Kuhn. Foto: Lichtgut
Kann als dritter Mann beim Deutschen Städtetag für den kommunalen Spitzenverband reden: Stuttgarts OB Fritz Kuhn. Foto: Lichtgut

Stuttgart - Beim Deutschen Städtetag ist der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) jetzt etwas aufgerückt: Am Donnerstag wurde er bei der Hauptversammlung des kommunalen Spitzenverbandes in Dortmund zum ersten Stellvertreter des Präsidenten gewählt. Damit bekleidet Kuhn im Städtetag nun das drittwichtigste Amt hinter dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten. Ganz nach oben an die Spitze wählte der Verband ebenfalls am Donnerstag den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), zum Vizepräsidenten Markus Lewe (CDU), den OB von Münster in Westfalen, der den Verband zuvor geführt hatte. Beim Städtetag wechseln sich üblicherweise Stadtoberhäupter mit Parteibüchern der CDU und der SPD in der Führungsaufgabe ab. Kuhns Wahl als erster Stellvertreter kann daher auch als Zugeständnis an die Grünen betrachtet werden. Er amtierte bereits seit 2017 als einer von mehreren Stellvertretern. Dem Präsidium gehörte er schon seit seiner Wahl im Jahr 2012 an.

Sechs weitere Stellvertreter gewählt

Als weitere Stellvertreterinnen und Stellvertreter wurden in Dortmund folgende Oberbürgermeister neu oder zum erneuten Mal gewählt: Eckart Würzner aus Heidelberg, Kurt Gribl aus Augsburg, Charlotte Britz aus Saarbrücken, Wolfgang Griesert aus Osnabrück, Ulf Kämpfer aus Kiel und Katja Wolf aus Eisenach.

Bei der dreitägigen Hauptversammlung ging es ansonsten um eine Reihe von Sachthemen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Zusammenhalt in unseren Städten“. Rund 1300 Delegierte und Gäste diskutierten unter anderem über nachhaltige Mobilität, Klimaschutz, den Wohnungsmarkt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Außerdem spielte in Dortmund die Reform der Grundsteuer eine große Rolle.

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