Stuttgarter OB-Wahl Kuhn läge bei Stichwahl vorne

Fritz Kuhn (Grüne) will ins Stuttgarter Rathaus einziehen. Foto: dpa 15 Bilder
Fritz Kuhn (Grüne) will ins Stuttgarter Rathaus einziehen. Foto: dpa

Hätten die Bürger bei der OB-Wahl am 7. Oktober zwei Stimmen, könnte man sich den zweiten Durchgang sparen. Nach diesem Verfahren würde Fritz Kuhn (Grüne) laut einer Emnid-Umfrage bei 54,7 und Turner bei 45,3 Prozent liegen.

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Stuttgart - Ob bei der Oberbürgermeisterwahl in London oder bei der Präsidentenwahl in Irland: stets müssen die Bürger nur einmal zur Wahl gehen. Sie geben eine Hauptstimme für ihren Favoriten ab sowie eine zweite für ihren zweitliebsten Kandidaten. Diese kommt zur Auszählung, falls kein Bewerber die Hälfte der Hauptstimmen auf sich vereint. Der Verein Mehr Demokratie fordert dieses Verfahren auch für Baden-Württemberg, wo in der Regel – wie wohl auch bei der OB-Wahl in Stuttgart – ein Wahlgang nicht ausreicht. In diesem Stichwahlverfahren scheiden nacheinander die Kandidaten mit den geringsten Ersatzstimmen aus.

Die „Kontext-Wochenzeitung“ hat das Institut Emnid beauftragt, diese Wahlform für die Wahl in Stuttgart per Umfrage durchzuexerzieren. Beim Hauptstimmen-Ergebnis lag der Grüne Fritz Kuhn mit 30,6 Prozent vor Sebastian Turner (CDU, FDP, Freie Wähler) mit 30 Prozent, Bettina Wilhelm (SPD) mit 22,1 und Hannes Rockenbauch (SÖS) mit zwölf Prozent. Rockenbauchs Anhänger haben mit der Ersatzstimme zu 47,3 Prozent Kuhn gewählt, zu 13,6 Prozent Wilhelm und zu 1,8 Prozent Turner. Kuhn ist laut Umfrage auch für Wilhelm-Wähler mit 33,7 Prozent die erste Alternative. Am Ende der Auszählung erreichte Kuhn 54,7 und Turner 45,3 Prozent.

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