ExklusivStuttgarter OB-Wahl Warum Kandidat Schreier der Parteiausschluss droht

Von Jörg Nauke 

Der Sozialdemokrat aus dem Kreis Konstanz muss seine Ämter vorerst ruhen lassen, weil er in Stuttgart gegen einen Parteifreund antritt. Das ist unvereinbar mit den Statuten.

Der SPD-Landesvorstand wirft seinem Mitglied Marian Schreier „unsolidarisches Verhalten“ vor, weil er bei der OB-Wahl in Stuttgart gegen den nominierten Martin Körner antritt. Foto: dpa/Christoph Schmidt
Der SPD-Landesvorstand wirft seinem Mitglied Marian Schreier „unsolidarisches Verhalten“ vor, weil er bei der OB-Wahl in Stuttgart gegen den nominierten Martin Körner antritt. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Stuttgart - Der Landesvorstand der SPD hat auf Vorschlag seines Vorsitzenden Andreas Stoch als Sofortmaßnahme Marian Schreier, dem 30-jährigen Bürgermeister der 4500-Einwohner-Gemeinde Tengen im Hegau, wegen seiner Bewerbung um den Posten des Stuttgarter Oberbürgermeisters für drei Monate die Mitgliedsrechte aberkannt. Darüber wurde am Montag die Landesschiedskommission informiert, die nun über ein Parteiordnungsverfahren befinden wird. Die Entscheidung sei mit 22 Ja-Stimmen bei je zwei Enthaltungen und Gegenstimmen sehr deutlich ausgefallen, sagte der Generalsekretär der Landespartei, Sascha Binder. Erfahrungsgemäß werde ein solches „unsolidarisches Verhalten“, wie es Schreier in Stuttgart an den Tag lege, mit Parteiausschluss bestraft.