Stuttgarter Open Air Poetry Slam Wortgefechte im Gazi-Stadion

Von Eveline Blohmer 

Normalerweise fliegen im Gazi-Stadion die Bälle – am Sonntag, 24. Juli, werden es Wörter sein: Es ist zum zweiten Mal Austragungsort des Stuttgarter Open Air Poetry Slams. Und noch gibt es Karten dafür.

Fast 2500 Menschen haben im vergangenen Jahr den zeitgenössischen Dichterwettstreit verfolgt. Foto: Lichtgut/Horst Rudel
Fast 2500 Menschen haben im vergangenen Jahr den zeitgenössischen Dichterwettstreit verfolgt. Foto: Lichtgut/Horst Rudel

Waldau - Ob Lars Ruppel seinen ersten Auftritt im Gazi-Stadion inzwischen mit psychologischer Hilfe verarbeitet hat, ist nicht bekannt. „Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, wenn man weiß, dass einen 2000 Leute beim Laufen beobachten und auf den Hintern gucken – ich werde lange mit meinem Psychologen drüber reden müssen. Denn es hat mir gefallen“, sagte der Poetry-Slammer im vergangenen Jahr. Sicher ist allerdings, dass der erste und mit etwa 2500 Gästen ausverkaufte Stuttgarter Open Air Poetry Slam ein solcher Erfolg war, dass ihn die Veranstalter dieses Jahr wiederholen: Am Sonntag, 24. Juli, fliegen wieder die Wörter im Gazi-Stadion auf der Waldau.

Hazel Brugger ist mit dabei

Lars Ruppel ist dieses Mal nicht dabei, aber unter den Wortkünstlern wird die Schweizerin Hazel Brugger sein, die auch in Satiresendungen wie „Die Anstalt“ oder der „heute-Show“ zu sehen ist. Außerdem zeigen Felix Lobrecht aus Berlin, Andy Strauß aus Münster, der vielfach ausgezeichnete Slammer Julian Heun aus Berlin und der aus Esslingen stammende Tino Bomelino, was sie mit Sprache anstellen können, genauso wie David Friedrich und Mona Harry aus Hamburg, Jason Bartsch aus Marburg sowie Frank Klötgen aus Berlin. Alle zusammen sollen laut der Veranstalter vom Stuttgarter Poetry Slam das gesamte Spektrum abbilden, das die moderne Form des Dichterwettstreits zu bieten hat: literarisches Kabarett, Rap, Prosa, Lyrik, Humoristisches und mehr.

Die Moderation übernehmen wie bei der Gazi-Stadion-Premiere im vergangenen Jahr Thomas Geyer vom Stuttgarter Poetry Slam und dem Ludwigsburger Slampoeten Hanz.

Und auch in diesem Jahr greifen die Organisatoren die besondere Lokalität auf: Den Besonderheiten einer Fußballarena soll gewürdigt werden, indem der beste Poetry-Slammer wieder über die Lautstärke der Fangesänge von der Zuschauertribüne ermittelt wird. Außerdem gibt es im Vorfeld fußballeske Sticker der Slampoeten zum Sammeln und Tauschen in Panini-Manier und ein entsprechendes Sammelalbum.

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