Stuttgarter Open Air trotz Corona Film und Oper am Römerkastell

Corona trotzen – das will jetzt auch ein neues Open Air am Römerkastell. Hier sitzt man nicht im Auto, sondern unter freiem Himmel. Die Staatsoper ist mit dabei, und die Innenstadtkinos zeigen gleich mal einen programmatischen Klassiker: „Zurück in die Zukunft“.

Bislang fanden die Veranstaltungen in der Phoenixhalle statt – hier die Gala „Stay the Night“ 2019: Nun soll es draußen lebendig werden. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt
Bislang fanden die Veranstaltungen in der Phoenixhalle statt – hier die Gala „Stay the Night“ 2019: Nun soll es draußen lebendig werden. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Stuttgart - Eigentlich geht gar nichts, also muss man schauen, was doch irgendwie geht: So lautet derzeit auch in Stuttgart das Motto in der Kulturszene. Die Zeit des totalen Veranstaltungsverbots ist vorbei, aber das Corona-Virus noch da: Also müssen Konzepte her, die den Sicherheitsauflagen genügen, die wirtschaftlich halbwegs tragbar sind – und die vor allem dem Publikum auch Spaß machen. Wer zahlt schon gerne Eintritt für einen Mix aus Konservenkunst und Isolierstationscharme? Auf dem Kulturwasen bemühen sich Veranstalter bereits, ein buntes Programm aufzufahren, bei dem die guten Vibes bis hinter Autoscheiben dringen. Und nun bekommen sie Konkurrenz – vom Open-Air-Angebotsmix „Römer Kastell Sommer“, der sich das forsche Motto „Raus aus dem Kessel, rein ins Kastell“ gegeben hat. Hier sitzt man nicht im Auto.

Auch das Bosch-Areal im Auge

Ausgeklügelt hat das Ganze die Stuttgarter Exometa Eventagentur, die sonst die Phoenixhalle auf dem Römerkastell-Areal in Bad Cannstatt bespielt. Als Programmpartner mit dabei sind unter anderem die Staatsoper und die Innenstadtkinos (Gloria, Metropol, EM, Cinema). Für den Vorplatz der Phoenixhalle erhofft man sich so „eine Open-Air-Plattform für Kino, Kultur, Events und lokale Bühnen und Institutionen, die ihre eigene momentan nicht nutzen können.“ Wenn das funktioniert, soll auch noch im Innenhof des Bosch-Areals eine zweite Bühne entstehen, die speziell auf Kleinkünstler ausgelegt ist.

Loungemöbel und Klassiker

Versprochen werden bequeme Lounge-Möbel, alternativ auch Liegestühle, insgesamt 99 Plätze, und corona-sichere Rahmenbedingungen. Los geht’s am 11. Juni um 19 Uhr mit Kino, mit dem schönen modernen Musical „La La Land“. Am Tag darauf gibt es ein Doppelprogramm mit „Zurück in die Zukunft“ und „Hustlers“: Filmklassiker, die man sonst nicht mehr auf der großen Leinwand sehen kann, sollen regelmäßig geboten werden.

Die Oper startet am 19. Juni mit „Das Haus der guten Geister“. Am 20.und am 21., Juni folgt in jeweils zwei Vorstellungen um 15 und um 19 Uhr „Die Geschichte vom Soldaten“. Die Übersicht zum Programm der ersten Wochen und alle Informationen rund um den Veranstaltungsort und Ablauf gibt es unter www.kastellsommer.de. Im Lauf des 8. Juni startet auf der Website auch der Kartenvorverkauf.




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