Stuttgarter Promis zur Bundestagswahl Mathias Richling sieht Scholz als „Secondhand-Merkel“

Kabarettist Mathias Richling beklagt „abgetragene Gestalten“ bei der Bundestagswahl. Foto: dpa 7 Bilder
Kabarettist Mathias Richling beklagt „abgetragene Gestalten“ bei der Bundestagswahl. Foto: dpa

Kabarettist Mathias Richling rechnet mit den Parteien ab: Mit Scholz als „Secondhand-Merkel“, Laschet als „Lachsack“ und Annalena Baerbock mit „der einzigen Qualifikation Frau“ sei nur „Drittklassiges“ zur Wahl gestanden. Wir haben weitere Stuttgarter Promis befragt.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Was sagen prominente Stuttgarterinnen und Stuttgarter zum Ausgang der Bundestagswahl? Was waren die Überraschungen? Wie soll es weitergehen?

Beginnen wir mit dem Statement von Kabarettist Mathias Richling:

Das war also die Bundestagswahl 2021? Dafür hat man monatelang einen solchen Aufwand getrieben? Aber wen wundert es – man bekam ja nur abgetragene Gestalten serviert. Olaf Scholz als Secondhand-Merkel, bei dem die Raute schon ausgefranst war, die er kopiert hat. Armin Laschet als Lachsack, den man einsetzen kann auf allen Familienfesten und Trauerfeiern. Und Annalena Baerbock mit ihrer einzigen Qualifikation Frau. Es gab eben nur irgendwas Drittklassiges. Und da hat der deutsche Wähler gesagt, dann nehmen wir halt irgendwas. Dadurch hat jede Partei so wenig Prozente, dass im Grunde der Wähler damit ausgedrückt hat: Wir wollen von gar keinem von euch regiert werden!

Mathias Richling, Kabarettist

Appell an die Grünen

Obwohl mein Herz für die Grünen schlägt, bin ich in den letzten Jahren zum Fan von Angela Merkel geworden. Sie hat vieles richtig gemacht. Dass Laschet, der für die CDU/CSU ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren hat, nun trotzdem Kanzler werden und sondieren will, halte ich für ziemlich dreist. Mein dringender Appell an die Grünen lautet daher, mit der SPD und der FDP die Regierung zu stellen und der CDU eine klare Absage zu erteilen. Denn es ist Zeit für einen Neuanfang!

Babs Steinbock, Musikerin

Spannender als erwartet

Das Ergebnis der Bundestagswahl ist durch das Kopf-an-Kopf-Rennen viel spannender, als ich es erwartet habe. Es wird sicherlich eine Zeit dauern, bis klar ist, wie unsere neue Regierung aussieht. Die Sondierungen werden also auch sehr spannend werden.

Aline Rotter-Focken, Goldmedaillengewinnerin bei den Spielen 2021 im Ringen

Mehrheit will Beständigkeit

Die Bürger unseres Landes haben sich nach dem bisherigen Stand für Beständigkeit entschieden. Rot-Rot-Grün hätte ein anderes Land bedeutet. Das wollte die Mehrheit nicht. Die CDU als Garant für soziale Marktwirtschaft, die FDP als Verfechter der Freiheit und die Grünen als Wächter über den Klimaschutz, das bringt unser Land voran.

Stefan Wolf, Gesamtmetall-Präsident

Bitte nicht mit Laschet!

Ganz wichtig finde ich, dass Olaf Scholz Kanzler wird und sich dafür eine Koalition findet. Bei Angela Merkel hat er viel gelernt, war dort in keiner schlechten Schule. Dem Armin Laschet traue ich Merkels Nachfolge nicht zu. Dafür hat er zu viele Fehler gemacht. Die Grünen sollten mit der SPD zusammengehen, nicht mit der CDU unter Laschet. Rot-Grün-Rot wäre mir lieber gewesen als Rot-Grün-Gelb. Das zweistellige Ergebnis der AfD verursacht Wut und angstvolle Trauer und zeigt: Das Land ist zerrissen.

Susanne Heydenreich, Theaterintendantin

Gut, dass Ränder nicht gewonnen haben

Eine ziemlich knappe Entscheidung. Es bleibt also sehr spannend. Was ich wichtig finde, ist, dass die Ränder links und rechts nicht zu den Gewinnern zählen.

Frank Stäbler, Bronzemedaillengewinner und dreifacher Ringer-Weltmeister

Linkes Gespenst ist verjagt

Der Endspurt von Laschet hat wohl nicht gereicht – aber das linke Gespenst ist verjagt. Jetzt wird wohl die Ampel am wahrscheinlichsten. Wenn die FDP dabei ist, kann ich mit einem Kanzler Scholz leben.

Wolfgang Kuhn, Unternehmer




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