Im Oktober wollte er in den Ruhestand gehen. Michael Branik, einer der beliebtesten Moderatoren des Radiosenders SWR 4, ist schwer erkrankt. Seine Kollegen hoffen, dass der 65-Jährige ans Mikrofon zurückkehren kann.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)

Stuttgart - Seine Stimme fehlt vielen Radiohörern im Land. Michael Branik gehört zu den beliebtesten Moderatoren des Senders SWR 4 Baden-Württemberg. Wegen einer schweren Erkrankung ist er seit Monaten nicht mehr am Mikrofon zu hören. Seine Kollegen im Stuttgarter Funkhaus hoffen, dass er zurückkehren kann. Eigentlich wollte der in den USA geborene Branik, der kürzlich 65 Jahre alt geworden ist, bis kommenden Oktober arbeiten, um dann in den Ruhestand zu gehen. Doch der Radiostar hat einen Schlaganfall erlitten, von dem er sich zum Glück langsam erholt.

Die Kollegen haben ihm ein DAB-Radio geschenkt

Im engen Kontakt mit ihm und seinem Lebensgefährten ist Carola Oldenkott, die Chefin der Radiosender SWR 1 und SWR 4. „Wir haben Michael Branik ein DAB-Radio geschenkt, weil es sein Wunsch war, SWR 4 gut empfangen zu können“, sagte die Leiterin der beiden Hörfunk-Landesprogramme für Baden-Württemberg gegenüber unserer Zeitung. Ein DAB-Radio überträgt Programme digital. Das Gerät ist so eingestellt, dass der 65-Jährige seinen Lieblingssender schnell einschalten kann.

Seine Kochbücher sind zu Bestsellern geworden

Nach längerem Aufenthalt im Krankenhaus befindet sich Michael Branik nun in einer Klinik zur Rehabilitation. Unter seinen Fans hat sich seine Erkrankung herumgesprochen. „Er freut sich sehr über die vielen Genesungswünsche der Hörerinnen und Hörer“, sagt Carola Oldenkott. Das Gehen falle ihm inzwischen leichter, berichtet die SWR 4-Chefin nach Rücksprache mit Braniks Familie.

Im vergangenen Jahr hatte der Radiomann und Bestsellerautor von Kochbüchern, den man „die Stimme des Südwestens“ nennt, bereits eine schwere Operation überstanden. Damals hatte er bei Facebook öffentlich gemacht, was er „dem lieben Gott nach der harten Diagnose in einer kleinen Kapelle weit oben in den Bergen“ versprochen habe: „Wenn ich aus dieser Misere heil herauskomme, werde ich ein weiteres Patenkind aus einem der ärmsten Länder zur Schule oder zur Uni schicken und für seine Ausbildung sorgen. Das ist dann mein 13. Patenkind.“ Gelernt habe er, „was Dankbarkeit ist und Demut bedeutet“. Der Glaube an Gott könne „Berge versetzen“. Seine vielen Fans hoffen, dass Branik ans Mikrofon zurückkehren kann.