Stuttgarter Wasen-Gaudi fällt aus Cannstatter Volksfest wegen Coronakrise abgesagt

Von Thomas Braun 

Nach dem Münchner Oktoberfest fällt nun auch die 175. Auflage des zweitgrößten deutschen Volksfestes der Coronapandemie zum Opfer. OB Fritz Kuhn (Grüne) begründete die Absage mit nicht beherrschbaren Gesundheitsrisiken. 2019 waren auf dem Wasen 3,5 Millionen Besucher zu Gast.

Solche Bilder wird es 2020 nicht geben: Das Cannstatter Volksfest fällt der Coronakrise zum Opfer. Foto: dpa/Tom Weller
Solche Bilder wird es 2020 nicht geben: Das Cannstatter Volksfest fällt der Coronakrise zum Opfer. Foto: dpa/Tom Weller

Stuttgart - Nun also doch: Die 175. Auflage des Cannstatter Volksfests, dass vom 25. September bis 11. Oktober gehen sollte, wird wegen der Coronakrise abgesagt. Das gaben Stuttgarts OB Fritz Kuhn (Grüne), Wirtschaftsbürgermeister Thomas Fuhrmann (CDU) und der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft in. Stuttgart, Andreas Kroll, am Mittwoch im Rathaus bekannt. Die Absage des zweitgrößten Volksfests Deutschlands war allgemein erwartet worden, nachdem die Stadt München bereits am 21. April verkündet hatte, dass das Oktoberfest 2020 aus Gründen des Gesundheitsschutzes in diesem Jahr entfällt.

Bevor die Absage offiziell verkündet wurde, hatte bereits die CDU-Gemeinderatsfraktion das Aus für das Volksfest via Pressemitteilung bekannt gegeben. „Wenn der Oberbürgermeister jetzt aber von großer Enttäuschung über die Absage spricht, dann sicher eher im Namen der vielen Freunde und Fans des Cannstatter Volksfestes“ so CDU-Fraktionschef Alexander Kotz in der Mitteilung. Und weiter: „Es ist kein Geheimnis, dass der OB nie eine große Leidenschaft oder gar Herzblut für das größte Fest der Schwaben entwickelt hat.“

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manfred Lucha hatten in der vergangenen Woche erklärt, es sei nur schwer vorstellbar, dass das Volksfest unter Coronabedingungen stattfinden könne. Gleichwohl hatte die Stadt mit der endgültigen Absage gezögert. Zur Begründung hieß es, man wolle alle möglichen Folgen zunächst sorgsam abwägen und müsse dazu erst einmal noch weitere Gespräche führen.

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