Stuttgarter Wilhelma Australienwelt begeistert die Besucher
Nach vier Jahren Bauzeit hat Terra Australis in der Wilhelma nun auch für die Besucher geöffnet. Der Andrang am Dienstag ist groß. Wie kommt die neue Attraktion an?
Nach vier Jahren Bauzeit hat Terra Australis in der Wilhelma nun auch für die Besucher geöffnet. Der Andrang am Dienstag ist groß. Wie kommt die neue Attraktion an?
Es regnet wie aus Kübeln. Doch die Neugier siegt. Einige Wilhelmafans warten geduldig in der Schlange vor der Terra Australis, der neuesten Attraktion des Zoos. Absperrband und ein Sicherheitsdienst sollen dafür sorgen, dass das Gedränge vor dem ehemaligen Menschenaffenhaus nicht all zu groß wird. Denn einen Tag nach der offiziellen Eröffnung dürfen Dienstag früh die ersten Besucher einen Blick in die Anlage werfen.
Das Fazit fällt durchweg positiv aus. „Es ist sensationell, sehr schön geworden“, sagt Marina Angladagis, 65, aus Böblingen. Besonders gefallen ihr die Nachttiere. „Ich war selber schon mehrfach in Australien. Jetzt habe ich gesehen, was da um den Camper alles herumgehüpft ist nachts.“ Auch das Wiedersehen mit den Koalas habe sie genossen, „die sind der Hit“. Die Liebe zu Australien dauert bei ihr schon mehr als 30 Jahre an, denn eine Freundin wohnt dort. „Wir sind glücklich, dass wir das Land schon als junge Menschen bereisen konnten.“ Besonders die Gestaltung der Anlage gefällt ihr: Mit der roten Erde und den vertrockneten Blättern wirke alles sehr echt.
Auch Kerstin Cotrus, 56, aus Hemmingen findet die neue Australienwelt sehr schön und die Gehege naturnah gestaltet: „Die Koalas sind die Stars. Außerdem hat mich das Baumkänguru beeindruckt. Ich habe eine Jahreskarte und folge der Wilhelma auf Instagram.“ Deshalb habe sie heute gleich eine der Ersten sein wollen.
Zahlreiche Schüler schauen sich an diesem Tag die Australienwelt an. Vom Mörike-Gymnasium aus Ludwigsburg ist Lehrerin Carmen Lemberg da. Auch sie war selbst schon mal in Australien und hat in Adelaide einen Koala im Arm gehabt: „Das war super kuschelig.“ Darin liegt für sie auch der Reiz der Anlage: „Koalas sieht man schließlich nicht überall.“
Auch Julius Betz, 24, aus Ludwigsburg, ist angetan: „ Hier sehe ich mal neue Tiere, die ich noch nicht kenne. Die Gehege sind schön eingerichtet. Der Fuchskusu im Nachtbereich hat mir besonders gut gefallen.“ Die dunklen Nachtbereiche seien kein Problem für die Besucher, die Augen gewöhnten sich daran. Einzig die Beschilderung sei manchmal etwas zu weit vom Tier entfernt.
Für Stefan Schubert, 55, aus Bad Cannstatt, ist Terra Australis „ein großer Pluspunkt für die Wilhelma. Vom Baulichen sehr gut. Man sieht noch den Ursprung als Menschenaffenhaus.“ Es seien Tiere dabei, die man nicht so häufig sehe.
Das gefällt auch Michael Gern, 44, aus Stuttgart. Die Koalas seien das Aushängeschild. Auch andere Arten interessieren ihn. „Die Nachttiere begeistern mich, beispielsweise der Tüpfelbeutelmarder.“