Stuttgarter Wilhelma Nashorn Sani ist tot – darum wurde das Tier eingeschläfert

Von red/dpa 

Die Stuttgarter Wilhelma muss von Panzernashorn Sani Abschied nehmen. Die 26-jährige zusehends abgemagerte Kuh hat lange an Krebs gelitten. Jetzt wurde das Tier eingeschläfert.

Sani war ein Geschenk des damaligen Königreichs Nepal und hatte seit 1993 in der Wilhelma gelebt. Foto: Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter 4 Bilder
Sani war ein Geschenk des damaligen Königreichs Nepal und hatte seit 1993 in der Wilhelma gelebt. Foto: Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter

Stuttgart - Das 26 Jahre alte Panzernashorn Sani aus der Stuttgarter Wilhelma ist tot. Die seit längerer Zeit erkrankte Kuh wurde am Dienstag eingeschläfert, wie der Zoologisch-Botanische Garten mitteilte. Sani litt demnach an Krebs, der zuletzt auch auf lebenswichtige Organe übergegriffen hatte. Die Lebensqualität sei mit Medikamenten so lange erhalten worden, wie es ging, hieß es. Zum Schluss sei Sani aber zusehends abgemagert gewesen.

Geschenk des Königreichs Nepal

Sani war ein Geschenk des damaligen Königreichs Nepal und hatte seit 1993 in der Wilhelma gelebt. Die Kuh hat den Angaben zufolge auch erheblich zum Erhalt ihrer bedrohten Art beigetragen, denn sie war Teil des Zuchtprogramms der europäischen Zoos für Panzernashörner. In dieser Zeit hat Sani sechs Jungtiere auf die Welt gebracht. Diese sind in ganz Europa verstreut: Sie leben heute in Zoos in Spanien, Portugal, Polen, Schottland, in der Türkei und in den Niederlanden.

Weniger als 3000 Tiere

Die asiatische Nashornart war nach Zooangaben einst von Pakistan bis Südchina verbreitet. Heute gebe es nur noch weniger als 3000 Tiere. Das Skelett von Sani soll im Bonner Forschungsmuseum Koenig aufbereitet werden. So soll der Dickhäuter der Wissenschaft und der Öffentlichkeit erhalten bleiben.

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