Stuttgarts Fußball-Torschützenkönige David Vukovic hat Bock auf Tore

David Vukovic (links) hat in der Kreisliga A, Staffel 1, insgesamt 41 Tore erzielt. Foto: Archiv Günter Bergmann

Der 22-jährige Stürmer des Meisters Croatia Stuttgart hat zu alter Treffsicherheit zurückgefunden und in der Kreisliga A, Staffel 1, die meisten Tore erzielt.

Er ist der Topballermann der gesamten Kreisliga A Stuttgart: David Vukovic vom Dominator-Meister der A1, Croatia Stuttgart. 41 Treffer in 24 Spielen bedeutet einen Schnitt von rund 1,7 Toren pro Partie. Kein Zufall. Bereits in der Spielzeit 2021/22 war er äußerst treffsicher. Im Trikot des FSV Waldebene Ost netzte er 36 mal ein – ligaintern bedeutete das damals den zweitbesten Wert. Und dazwischen? „Oh je, eine Katastrophensaison“, sagt der 22-Jährige. Nach dem Wechsel in die Bezirksliga zu Croatia herrschte für den torverwöhnten Angreifer absolute Torflaute, stand der Zähler gerademal bei zwei – insgesamt stieg Croatia aufgrund einer ganz schwachen Vorrunde ab. Als chaotisch und planlos mit einem hohen Trainerverschleiß bezeichnet er die damalige Runde, was mächtig an seinem Selbstvertrauen genagt habe. Einen Meter vor dem Tore habe er zehn Meter drüber geschossen – und „das nicht nur einmal“, schmunzelt Vukovic mittlerweile darüber.

 

Ganz anders dann die Kreisliga-A-Runde mit Croatia. Wobei, zu Beginn lief es für den Ballermann nicht optimal, schaute er durchaus auch mal von außen zu. Grund: Der 22-Jährige arbeitet als Elektriker bei Mercedes im Schichtdienst. Es sei nicht förderlich, nur alle zwei Wochen im Training sein zu können, weiß Vukovic. Doch er und sein neuer Trainer Damir Bosnjak hatten einen Deal: jede fehlende Trainingseinheit durch einen Waldlauf auszugleichen. „Daran hab ich mich gehalten – zu 100 Prozent.“ Sowieso habe er Damir Bosnjak, der den Verein nun aus zeitlichen Gründen wieder verlassen hat, viel zu verdanken. Dieser zog ihn aus dem Zentrum heraus, ließ ihn auf dem Flügel spielen. „David ist kein Box-Spieler, hat seine Stärken im Tempo und dem Zug zum Tor, ist viel gefährlicher, wenn er angelaufen kommt“, sagt Bosnjak, der aber auch mentale Probleme für Vukovic’ schwächere Startphase ausmachte. Nach der schlechten Vorsaison sei es Kopfsache gewesen und habe ein Weilchen gedauert, bis er an die eigenen Stärken wieder geglaubt hätte. Der Knoten platzte jedoch recht schnell. Mit dem Positionswechsel kam das Selbstvertrauen und auch das Tore schießen wieder zurück. Letzteres ist für Vukovic besonders wichtig. „Ich hab Bock auf Tore“, sagt er und spricht von einer persönlich miesen Stimmung, wenn „wir zehn Treffer schießen und ich nicht mindestens drei davon gemacht habe“.

Nun also wieder Bezirksliga. Und, wie sehen die Ziele aus? Zehn Tore weniger als in der Kreisliga A, also um die 30, sagt Vukovic. Eine Antwort, ganz nach dem Geschmack seines scheidenden Trainers. „Wenn er zu sich sagt, ich gehe als Topstürmer in die Runde, dann netzt er auch ein. 20 Buden traue ich ihm durchaus zu.“

Serie „Torschützenkönige“

Sie sind aus ihren Teams nicht wegzudenken, haben einen wichtigen Anteil am Erfolg und sind bei den Gegnern gefürchtet: die Torjäger. In den einzelnen Ligen beziehungsweise Staffeln gibt es meist einen herausragenden dieser treffsicheren Spezies. In der Serie „Torschützenkönige“ stellen wir die besten Torjäger aus den Stuttgarter Fußball-Ligen plus der Verbandsliga – auch dort hat ein Akteur aus dem Fußball-Bezirk Stuttgart für Furore gesorgt – vor.

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