Stuttgarts Sportamtsleiter geht Günther Kuhnigk nach 41 Jahren verabschiedet

Von jül 

Der 65-Jährige geht nach 41 Jahren bei der Stadt Stuttgart in den Ruhestand. Vor allem von einer Aufgabe schwärmt er noch heute.

Auch der Breitensport lag Günther Kuhnigk immer am Herzen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Auch der Breitensport lag Günther Kuhnigk immer am Herzen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Alles, was in Stuttgart im Sport Rang und Namen hat, eilte am Dienstag zur Verabschiedung des langjährigen Leiters des Sportamtes der Stadt in die Scharrena. Darunter auch die ehemalige Chefin von Günther Kuhnigk, Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), und die Präsidenten von VfB und Kickers, Claus Vogt und Rainer Lorz. Günther Kuhnigk geht nach 41 Jahren im Dienste der Stadt in den Ruhestand.

Kuhnigk, der am vergangenen Sonntag 65 Jahre alt geworden ist, kam 1978 ins Sportamt. 1988 stieg er zum Leiter der Abteilung für die Stadien auf und wurde damit sozusagen zum Chef im damaligen Neckarstadion. Im Mai 1999 wählte ihn schließlich der Gemeinderat zum Leiter des Sportamts. 20 Jahre kümmerte er sich da erfolgreich um die großen und kleinen Belange des Sports. „Mein beruflicher Höhepunkt war sicher die Koordination der Fußball-WM 2006 in Stuttgart“, sagt Günther Kuhnigk. Am Herzen lag dem in Welzheim (Rems-Murr-Kreis) geborenen Verwaltungsfachmann und Hobbysportler aber auch stets, dass die Menschen selbst Sport treiben und dazu auch die Möglichkeit haben.

Ruhe auch in der größten Hektik

Und da hat Kuhnigk über Jahrzehnte Akzente gesetzt und auch dafür gesorgt, dass das Sportamt in „Amt für Sport und Bewegung“ umbenannt wurde. „Es wird sicher künftig von der Ära Kuhnigk gesprochen werden“, sagte Sportbürgermeister Martin Schairer (CDU), „Sie waren ein Glücksfall für die Stadt.“ Susanne Eisenmann lobte Kuhnigk auch für seine Ruhe, wenn es hektisch wird. Bei der Fußball-WM 2006 habe er große Probleme und kleine Sorgen souverän gelöst, selbst als sich wegen Randale festgesetzte englische Fußballfans über die Qualität des Essens im Gewahrsam beschwert hätten, sei er komplett ruhig geblieben. „Ich habe unendlich gerne mit Ihnen gearbeitet“, sagte die Ministerin. Kuhnigks Chefstelle übernimmt am 1. Januar die 38-jährige Diplomverwaltungswirtin Daniela Klein.

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