Stuttgarts Sportler des Jahres Der Pokalsieg macht den VfB zu Stuttgarts Mannschaft des Jahres

Das VfB-Team, das im Mai 2025 in Berlin den DFB-Pokal gewonnen hat. Foto: Pressefoto Baumann

Die Fußballer des VfB Stuttgart sind Stuttgarts Mannschaft des Jahres 2025. Das hat mit dem sportlichen Erfolg zu tun. Dem AG-Chef Alexander Wehrle geht es aber auch um Anderes.

Sport: Dirk Preiß (dip)

Nach zuvor dürren Jahren ist man beim VfB Stuttgart das Gewinnen ja mittlerweile wieder gewohnt. Aber das, was im Mai 2025 gelungen ist, war dann doch ein ganz besonderer Sieg. Titel gewinnt man ja schließlich nicht alle Tage.

 

Genau genommen haben die Profifußballer des VfB seit 2007 warten müssen, bis wieder ein solcher Eintrag in die Vereinschronik getätigt werden konnte. In Berlin holte die Mannschaft des Trainers Sebastian Hoeneß den DFB-Pokal durch ein 4:2 im Finale gegen Arminia Bielefeld – und dieser Triumph hat nun einen weiteren Sieg zur Folge.

Sportbürgermeister Clemens Maier (li.) sowie Nominierte und Sieger der Sportlerwahl in Stuttgart. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Die Kicker des VfB sind zu Stuttgarts Sportmannschaft des Jahres gewählt worden, nachdem sie ein Jahr zuvor noch hinter den Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart (damals Triple-Siegerinnen) gelandet waren. Der Vorstandschef Alexander Wehrle und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nahmen am Montagabend im Cannstatter Kursaal den Preis entgegen.

„Dies ist ein wertschätzende Auszeichnung für die Leistung, die wir im vergangenen Jahr erbracht haben“, freute sich Wehrle, der betonte: „Es ist für uns auch deshalb etwas Besonderes, weil es eine Auszeichnung in unserer Heimatstadt ist.“ Die dem Chef der VfB AG besonders am Herzen liegt.

Mit Sebastian Hoeneß beginnt der sportliche Aufschwung

Seit seinem Amtsbeginn 2022 hat Alexander Wehrle jedenfalls viel dafür getan, den Club im Stadtgeschehen präsenter zu machen. Durch die Beteiligung an wichtigen Anlässen, durch soziale Projekte – und durch Außergewöhnliches. Wie zuletzt das Konzert in der Liederhalle, als unter dem Motto „Klassik trifft Kurve“ Gesänge aus der Cannstatter Kurve vom Stuttgarter Kammerorchester arrangiert wurden. „Wir hoffen, dass wir neben den sportlichen Höchstleistungen auch eine bedeutende, anerkannte Rolle in der Stadtgesellschaft spielen“, sagte Wehrle.

Kernkompetenz ist und bleibt aber natürlich der Fußball. Und da hat der Club seit Hoeneß’ Übernahme des Cheftrainerpostens eine unglaublich positive Entwicklung genommen. Vizemeisterschaft und Champions-League-Teilnahme waren dann erste Ausrufezeichen. Der Pokalsieg krönte diesen Weg – vorläufig. „Für die meisten unserer Spieler war es der erste Titelgewinn“, betonte Alexander Wehrle und wies darauf hin, dass ja das Gros dieser Erfolgsmannschaft auch in dieser Saison noch für den VfB Stuttgart spielt. „Der Titel“, ist sich der Vorstandschef sicher, „hat ihnen allen noch einmal einen Push gegeben.“

In der Europa League erreichte der VfB das Achtelfinale, ehe das Aus beim FC Porto kam. In der Bundesliga mischt das Team in der Spitzengruppe mit. Und im DFB-Pokal ist erneut der Finaleinzug möglich. Und damit wieder ein Titel – der auch Folgen für die Stuttgarter Sportlerwahl 2026 haben könnte.

Neben dem VfB waren die Mixed-Staffel des Schwimmvereins Cannstatt (die nur zwei Stimmen weniger bekam als der VfB) und die 4x200-Meter-Staffel der Universität Stuttgart (Leichtathletik) im Rennen.

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