Stuttgarts Torschützenkönige Der Wiederholungstäter sucht die neue Herausforderung

Cedric Hornung schoss den TSV Jahn Büsnau zum Double-Sieg. Foto: Günter Bergmann

Cedric Hornung kehrt nach 31 Toren in 24 Kreisliga-A-Spielen als Top-Torjäger zum SV Böblingen zurück. Wieso er beim TSV Jahn Büsnau alles hatte und dennoch wechselt.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Im vergangenen Jahr widerstand Cedric Hornung noch allen Versuchungen, jetzt ist der Stürmer des TSV Jahn Büsnau doch bei einem Angebot schwach geworden: dem seines Ex-Clubs, dem Landesligisten SV Böblingen. Dorthin wechselt er mit dem Empfehlungsschreiben von 31 Toren in 24 Spielen als Torschützenkönig der Staffel 2 der Kreisliga A Stuttgart/Böblingen. „Es ist ein rein sportlicher Grund. Ich will es noch mal auf einem höheren Level wissen“, sagt Hornung. Dafür gibt der 28-Jährige schon jetzt Vollgas. „Ich muss definitiv athletischer werden“, gibt er zu. Zuletzt wog er auf 1,80 Meter Körpergröße noch 96 Kilogramm. In die neue Saison will er mit 88 Kilo gehen. „Außerdem muss ich meine Ausdauer verbessern und an meinem Abschluss mit rechts arbeiten. Der wird noch mehr gefordert sein“, sagt der Linksfuß.

 

Kurios: Hornung verließ die Böblinger vor sechs Jahren als Verteidiger und kehrt nun als Top-Stürmer zurück. Weil es beim TSV Jahn Büsnau zwischenzeitlich einen Engpass in der Offensive gab, schulte er zum Angreifer um. Mit Erfolg, von Jahr zu Jahr schoss er immer mehr Tore. Schon in der vergangenen Saison sicherte er sich mit 39 Treffern die Torjägerkrone.

In dieser Runde habe er einige Schwächephasen gehabt. „Vor allem zum Beginn der Rückrunde habe ich mehrere Chancen vergeben. Es lief einfach nicht so rein“, sagt Hornung. Geholfen habe ihm neben der insgesamt starken Teamleistung und den guten Zuspielen seiner Mitspieler auch die Unterstützung des gesamten Vereinsumfeldes. „Der TSV Jahn Büsnau ist ein richtig toller Fußballverein, hier habe ich eigentlich alles, was ich brauche. Der Abschied tat mir deshalb auch richtig weh“, sagt Hornung.

Die Türe stehe immer für ihn offen, betont Spielertrainer Dominik Lenhardt. „Seine individuelle Klasse und seine Ballbehauptung gibt es nur ganz selten in der Liga“, erzählt der Coach. Mit seinen Treffern hatte Hornung maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft und am Gewinn des Bezirkspokals. Beim 4:2-Sieg im Finale gegen den TSV Kuppingen traf der Angreifer zweimal und erzwang ein Eigentor des Gegners. Seine Tore wird der Aufsteiger in der Bezirksliga schmerzlich vermissen.

Serie „Fußball-Torschützenkönige“

Die Torjäger
Sie sind aus ihren Teams nicht wegzudenken, haben einen wichtigen Anteil am Erfolg und sind bei den Gegnern gefürchtet: die Torjäger. In den einzelnen Ligen beziehungsweise Staffeln gibt es meist einen Herausragenden dieser treffsicheren Spezies. In der Serie „Torschützenkönige“ stellen wir die besten Torjäger aus den Stuttgarter Fußballligen plus der Landesliga, Staffel 2 – auch dort hat ein Akteur aus der Landeshauptstadt für Furore gesorgt – vor.

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