StZ-Diskussion Der Südwesten ist spitze – auch bei den Mängeln

Die Gäste  in der Rotunde der L-Bank verfolgen gespannt die Diskussion (von links nach rechts): Telekom-Geschäftsführer Walter Goldenits, EnBW-Chef Frank Mastiaux,  StZ-Chefredakteur Joachim Dorfs,  Katrin Stegmaier-Hermle, Geschäftsführerin des Sensorherstellers Balluff,   Landesverkehrsminister Winfried Hermann  und Roland-Berger-Partner   Torsten Henzelmann. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski 9 Bilder
Die Gäste in der Rotunde der L-Bank verfolgen gespannt die Diskussion (von links nach rechts): Telekom-Geschäftsführer Walter Goldenits, EnBW-Chef Frank Mastiaux, StZ-Chefredakteur Joachim Dorfs, Katrin Stegmaier-Hermle, Geschäftsführerin des Sensorherstellers Balluff, Landesverkehrsminister Winfried Hermann und Roland-Berger-Partner Torsten Henzelmann. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Experten haben auf Einladung von Stuttgarter Zeitung, L-Bank und Roland Berger über die Folgen von Funklöchern und Schlaglöchern für die Wirtschaft diskutiert.

Wirtschaft: Michael Heller (mih)
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Stuttgart - Die Staus in Stuttgart sind legendär, auch wenn mittlerweile München den wenig schmeichelhaften Titel inne hat, die Stauhauptstadt Deutschlands zu sein. Joachim Dorfs, Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, hat die Gäste bei der Podiumsdiskussion „Rückgrat und Achillesferse – Bremst die Infrastruktur die Wirtschaft aus?“ am Mittwoch in der Rotunde der L-Bank gleich zur Begrüßung noch mit einem weiteren Ärgernis konfrontiert: „Im Stau oder der liegengebliebenen S-Bahn kann man noch nicht mal richtig telefonieren oder surfen, weil die Mobilfunk-Netzabdeckung beklagenswert schlecht ist“, sagte Dorfs.

Die Wirtschaft sieht die Landesregierung in der Pflicht

Die Frage zu stellen, ob die Infrastruktur die Wirtschaft ausbremst, heißt aus Sicht des StZ-Chefredakteurs, sie zu beantworten. Die Klagen der Wirtschaft über Funklöcher und Schlaglöcher sind nicht zu überhören. Das wissen natürlich auch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland, Verkehrsminister Winfried Hermann, Frank Mastiaux, Vorstandschef des Energieversorgers EnBW, Katrin Stegmaier-Hermle, Geschäftsführerin des Sensorherstellers Balluff sowie Torsten Henzelmann von der Beratungsgesellschaft Roland Berger.

Der Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) und die Arbeitgeber Baden-Württemberg haben wenige Tage vor der Veranstaltung von Stuttgarter Zeitung, L-Bank und Roland Berger die Landesregierung erneut in die Pflicht genommen, „damit Baden-Württemberg seine innovative Spitzenstellung im internationalen Wettbewerb nicht verliert“, hieß es zur Halbzeit der laufenden Legislaturperiode. Die Klage: „Noch bestehen weiße Flecken in der Versorgung mit leistungsfähigen Glasfaser-Datenleitungen insbesondere in Regionen abseits großer Ballungszentren.“

Plädoyer für den Bau des Stuttgarter Nordostrings

Und Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen IHK-Tags, sagte jetzt im Interview mit „Wirtschaft in Baden-Württemberg“, der gemeinsamen Wirtschaftszeitung von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten: „Ich sehe im Bereich der Breitbandverkabelung, also bei schnellen Glasfaserstrecken, einen sehr großen Verbesserungsbedarf."

Auch in der Verkehrsinfrastruktur macht Grenke Mängel aus und plädiert zum Beispiel für den Bau des Stuttgarter Nordostrings. LVI und Arbeitgeber treiben natürlich die drohenden Fahrverbote um, aber auch die aus ihrer Sicht unterbelichtete Güterverkehrspolitik.

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