StZ-Laufclique Knackende Knochen, hüpfende Hüften

Von ]ohannes Scharnbeck 

Die acht Freizeitsportler der StZ-Laufclique absolvieren Dehnübungen und erfahren, wie wichtig Körperstabilität für den StZ-Lauf ist.  

Hände hoch! Die Mitglieder der StZ-Laufclique lernen das gepflegte Recken und Strecken – weil dadurch auch das Laufen positiv beeinflusst wird. Foto: Baumann 13 Bilder
Hände hoch! Die Mitglieder der StZ-Laufclique lernen das gepflegte Recken und Strecken – weil dadurch auch das Laufen positiv beeinflusst wird. Foto: Baumann

Stuttgart - Anspruchsvolle Trainingseinheiten sind die acht Mitglieder der StZ-Laufclique mittlerweile ja gewöhnt. Allein schon die Strecke durch den Degerlocher Wald mit dem Anstieg an "Robertsons Rock" verlangt den Freizeitsportlern regelmäßig einiges ab. Doch im Vergleich zu den bekannten Anstrengungen hatte es die sechste gemeinsame Trainingseinheit für die vier Leser und die vier Mitarbeiter der Stuttgarter Zeitung richtig in sich.

"Da wäre ich stattdessen wirklich lieber zehn Kilometer durch den Wald gelaufen", sagte der StZ-Leser Max Gauger. "Ich hätte sogar 20 Kilometer in Kauf genommen", betonte der StZ-Redakteur Ulrich Stolte. Tatsächlich ertönte dieses Mal öfter ein erschöpftes Schnaufen aus den Reihen der Laufclique als sonst - aber zu einem gewissen Grad war das von den Trainern natürlich auch beabsichtigt. "Jeder hat heute deutlich gesehen, wo es bei ihm noch krankt", sagte Heiko Striegel.

Denn der VfB-Mannschaftsarzt von der Sportmedizin Stuttgart und der Laufexperte Charles Robertson, die die Freizeitsportler auf ihrem Weg zum Halbmarathon beim Stuttgarter-Zeitung-Lauf am 29. Mai begleiten, hatten für das gemeinsame Training dieses Mal Dehn- und Stretchübungen angesetzt. Übungen, mit denen man die Rücken-, Bauch-, Gesäß- und Rumpfmuskulatur stärken kann.

"Wir sind eben alle Schreibtischtäter"

"Aber was hilft das bei der Vorbereitung auf einen Halbmarathon?", fragten zunächst einige Mitglieder der Laufclique. Doch darauf hatten Heiko Striegel und Charles Robertson sofort die passende Antwort. "Nur dadurch bekommt man eine bessere Körperstabilität - und die ist beim Laufen besonders entscheidend", sagte Heiko Striegel. "Denn Beschwerden kommen auch beim Laufen. Wenn man nicht stabil ist, muss man diese Schiefstellungen in der Hüfte ausgleichen", betonte er. "Und dann leidet man schnell unter Achillessehnenproblemen oder Muskelbelastungen."

Um dem vorzubeugen, wollten die Trainer den Freizeitsportlern im Stuttgarter Pressehaus daher einige Dehn- und Stretchübungen nahebringen. Auch wenn "das Dehnen zwischenzeitlich aus der Mode gekommen ist", sagte Heiko Striegel. "Aber es ergibt keinen Sinn, es wegzulassen." Und so startete die Laufclique mit Entspannungsübungen, setzte die Einheit mit Kräftigungsübungen fort und schloss dann nach 50 Minuten mit Gymnastik.