ExklusivStZ/SWR-Umfrage zur Bundestagswahl Der Südwesten will Merkel als Kanzlerin

Duell ums Kanzleramt: Die Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) muss sich bei der Bundestagswahl im Herbst gegen den Herausforderer von der SPD, Martin Schulz, behaupten. Foto: dpa
Duell ums Kanzleramt: Die Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) muss sich bei der Bundestagswahl im Herbst gegen den Herausforderer von der SPD, Martin Schulz, behaupten. Foto: dpa

Laut einer Umfrage von StZ und SWR liegt die CDU-Chefin bei den Wählern in Baden-Württemberg weit vorn. Auch bei der Frage, welche Koalition im Bund regieren soll, hat der Südwesten klare Vorlieben.

Politik/ Baden-Württemberg: Rainer Pörtner (pö)
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Stuttgart - Knapp drei Monate vor der Bundestagswahl liegt die CDU in der Gunst der Wahlberechtigten in Baden-Württemberg deutlich vorn. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Stuttgarter Zeitung und des SWR.

Wäre bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl, könnte die CDU in Baden-Württemberg mit 43 Prozent rechnen. Sie läge damit knapp unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013 (45,7 Prozent).

Auch die SPD läge laut dieser Umfrage mit aktuell 19 Prozent etwas unter ihrem Ergebnis von 2013 (20,6 Prozent). Die Grünen würden mit 14 Prozent ihr Ergebnis von vor 4 Jahren (11,0 Prozent) übertreffen. Die FDP käme auf 9 Prozent (2013: 6,2 Prozent), die AfD auf 8 Prozent (2013: 5,2 Prozent). Beide würden damit ebenfalls besser abschneiden als 2013. Die Linke käme auf 4 Prozent (2013: 4,8 Prozent), die sonstigen Parteien zusammen auf 3 Prozent.

Direktduell: Schulz aktuell ohne Chance gegen die Kanzlerin

Mit der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel als Spitzenkandidatin ist die CDU in Baden-Württemberg personell sehr gut aufgestellt. Könnten die Baden-Württemberger den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich knapp sechs von zehn (57 Prozent) für Angela Merkel und knapp ein Viertel (23 Prozent) für den SPD-Herausforderer Martin Schulz entscheiden.

Angela Merkel genießt nahezu geschlossenen Rückhalt unter den CDU-Anhängern im Südwesten (91 Prozent), aber auch die Anhänger der FDP (62 Prozent) und der Grünen (59 Prozent) würden sich mehrheitlich für sie aussprechen.

Im Vergleich zum März, als Merkel und Schulz auch in Baden-Württemberg noch nahezu gleichauf lagen, distanziert die Kanzlerin ihren Herausforderer nun ähnlich deutlich wie bundesweit und in anderen Bundesländern.

Zum personellen Vorteil im Spitzenduell kommt ein inhaltliches Plus: Die Baden-Württemberger trauen am ehesten der Union zu, die wichtigsten Aufgaben in Deutschland zu lösen (45 Prozent). Sie liegt damit in der zusammenfassenden Kompetenzbewertung mit großem Abstand vor SPD (17 Prozent) und Grünen (6 Prozent).

Koalitionspräferenzen: Große Koalition und Schwarz-Grün

Mit Blick auf die künftige Bundesregierung erwartet die Hälfte der Bevölkerung im Südwesten (50 Prozent) für Deutschland positive Impulse von der Fortführung der Großen Koalition. Ebenso viele (49 Prozent) kommen zur Einschätzung, dass ein Zusammengehen von Union und Grünen, die ja im eigenen Bundesland regieren, auch ein gutes Koalitionsmodell für Deutschland insgesamt ist.

Ähnlich beliebt ist auch ein Zweier-Bündnis von CDU/CSU und FDP (47 Prozent). Auf geringere Akzeptanz stößt eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen mit 40 Prozent. Deutlich geringere Unterstützung finden eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP (29 Prozent) und eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken (26 Prozent). Sowohl die Ampel als auch Rot-Rot-Grün werden von deutlichen Mehrheiten als weniger gut oder schlecht für Deutschland bewertet.




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