StZ-Umfrage zur OB-Wahl Kein Kandidat gibt sich geschlagen

Der Kampf um den Chefsessel im Stuttgarter Rathaus bleibt spannend. Foto: factum/Weise 15 Bilder
Der Kampf um den Chefsessel im Stuttgarter Rathaus bleibt spannend. Foto: factum/Weise

Die Umfrage der Stuttgarter Zeitung zur OB-Wahl am 7. Oktober kommentieren die Bewerber durchaus unterschiedlich. Aber alle geben sich kämpferisch und zuversichtlich.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Das Ergebnis der Umfrage zur OB-Wahl am 7. Oktober, die von Infratest Dimap im Auftrag von Stuttgarter Zeitung und SWR durchgeführt worden ist, hat bei den aussichtsreichsten Kandidaten und ihren Unterstützern unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Unabhängig von ihrem Abschneiden gaben sich alle Kandidaten kämpferisch.

Bei den Stuttgarter Grünen ist die Prognose, die ihren Bewerber vorne sieht, gut angekommen. Entschieden sei aber noch nichts. „Die Vorhersage zeigt, dass Fritz Kuhn gute Chancen hat, der nächste Oberbürgermeister von Stuttgart zu werden“, sagte der Kreisvorsitzende Philipp Franke. Die Prognose motiviere die Grünen zu einem starken Endspurt. „Eine Umfrage ist schließlich nur eine Umfrage“, so Franke. Es gebe keinen Grund, sich zurückzulehnen. Kuhns Konkurrent Sebastian Turner werde nun versuchen, „mit noch mehr Geld mehr Stimmen zu holen“, mutmaßte Franke.

Kuhn und Turner wollen mobilisieren

Auch Fritz Kuhn hält die Prognose für ein gutes Zwischenergebnis: „Ich möchte meinen Vorsprung ausbauen und neuer OB in Stuttgart werden.“ Dafür will der 57-Jährige bis zum Wahltag noch mehr in der Stadt unterwegs sein. „Die Menge an Plakaten ist offenbar nicht entscheidend“, so Kuhn zum schlechteren Umfrageergebnis seines Konkurrenten Turner. Er habe in vielen Gesprächen gemerkt, dass „viele CDU-Wähler nicht von Herrn Turner überzeugt sind“.

Für den von den Christdemokraten nominierten Unternehmer Sebastian Turner, der auch von FDP und Freien Wählern unterstützt wird, ist das Rennen auch noch nicht gelaufen. „Das Ergebnis der Umfrage heißt, dass vor uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen liegt, das der gewinnt, der seine Anhänger und die Unentschlossenen am besten mobilisieren kann. Das wird mir am besten gelingen, weil gegen Ende des Wahlkampfes die Wirtschaftskompetenz und die Zukunftsorientierung zählen werden“, erklärte der 46-Jährige in seiner Stellungnahme. Das Turner-Lager will in den letzten Tage vor der Wahl die Themen Wirtschaft und Bildung, Sicherheit und Sauberkeit noch einmal besonders betonen. „Und wir werden herausstellen, dass nur ein Bahnhofsbefürworter gegen die Verschleppung beim Bau das Land und die Bahn antreiben wird“, so der Kandidat mit Blick auf das Streitthema Stuttgart 21.

Auch für Turners Wahlkampfmanager und Entdecker, den Stuttgarter CDU-Kreisvorsitzenden Stefan Kaufmann, zeigt das Ergebnis ein Duell auf Augenhöhe zwischen Turner und Kuhn: „Am Ende wird aber entscheidend sein, dass Sebastian Turner die besseren Zukunftskonzepte für Stuttgart hat“, betonte Kaufmann. Das momentan „leicht bessere“ Abschneiden Kuhns führte Kaufmann auf dessen höheren Bekanntheitsgrad gegenüber Turner zurück. Kuhn sei schließlich seit Jahrzehnten in der Politik in Bund und Land aktiv. Turner habe jedoch seit Frühjahr 2012 durch seine starke Präsenz in allen Stadtbezirken deutlich aufgeholt.

Unsere Empfehlung für Sie