StZ-Umfrage zur Volksabstimmung Das Votum ist eng an die Partei gekoppelt

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Eine aktuelle Umfrage von Stuttgarter Zeitung und SWR zeigt: Vor der Volksabstimmung am 27. November ist das Lager der SPD tief gespalten.

Landespolitik: Renate Allgöwer (ral)
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Stuttgart - Die Parteipräferenz bestimmt offenbar stark das Abstimmungsverhalten bei der Volksabstimmung am 27. November. Das bestätigt die aktuelle Umfrage von Stuttgarter Zeitung und SWR. Wie berichtet, hatte sich eine Mehrheit von 55 Prozent gegen einen Ausstieg ausgesprochen, 45 Prozent plädierten für die Kündigung des Vertrages zu S21.

Die Gegner des Ausstiegs, die sich zur CDU bekennen, haben ein ebenso klares Meinungsbild wie diejenigen Befragten, die die Grünen als Präferenz bei der Landtagswahl angaben. Von den befragten CDU-Anhängern, die abstimmen wollen, erklärten 20 Prozent, sie würden für die Kündigung stimmen, 80 Prozent würden gegen den Ausstieg votieren.

Umgekehrt ist das Verhältnis bei den Sympathisanten der Grünen: 79 Prozent sind für den Ausstieg, 21 dagegen. Sehr gespalten präsentiert sich die SPD. 42 Prozent derer, die abstimmen werden und sich zur SPD bekennen, sagen, sie werden für die Kündigung stimmen, 58 Prozent wollen, dass das Projekt weiterläuft - so wie es der offiziellen Parteilinie entspricht. Aus dem FDP-Lager signalisieren 24 Prozent Zustimmung zum Ausstieg, 76 Prozent lehnen die Kündigung ab. Bei den Piraten ist das Verhältnis gegen den Ausstieg 49:51 Prozent.

 

 

Beim letzten Meinungsbild vom August hatten 53 Prozent der Befragten das Projekt Stuttgart 21 grundsätzlich befürwortet, 32 Prozent hatten sich dagegen ausgesprochen. 15 Prozent waren unentschieden. Ein direkter Vergleich mit der jetzt gestellten Sonntagsfrage "Werden Sie für oder gegen den Ausstieg stimmen", wie wir ihn gestern gezogen hatten, ist jedoch nicht möglich, weil in Sonntagsfragen die Unentschiedenen nicht berücksichtigt werden. Die Frage "ich werde für oder gegen Ausstieg stimmen", hatten 78 Prozent aller Befragten beantwortet.

Die Unentschiedenen können sich noch ein umfassendes Bild machen. Die Informationskampagnen beider Seiten laufen auf Hochtouren. Die Informationspolitik von Befürwortern und Gegnern des Projekts Stuttgart 21 bewerten die Befragten unterschiedlich. Vier von zehn Bürgern fühlen sich über die Argumente der Gegner von S21 gut informiert, die Argumente der Befürworter glauben drei von zehn Bürgern gut zu kennen. Weniger bis gar nicht gut sehen sich 27 Prozent der Bürger über die Argumente der Befürworter informiert, 18 Prozent kennen die Argumente der Gegner weniger oder gar nicht.

Für die Umfrage wurden vom 8. bis 16. November 2403 Baden-Württemberger telefonisch befragt. Die Umfrage wurde von Infratest dimap im Auftrag von Stuttgarter Zeitung und SWR durchgeführt. An dem Fragenkatalog wirkte der Stuttgarter Politikwissenschaftler Oscar W. Gabriel mit.

 Hier gehts zur Flash-Grafik mit der kompletten Umfrage »


 

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