StZ-Umfrage zur Volksabstimmung Frieden wird die Abstimmung nicht bringen

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Kein Frieden in Sicht? Laut StZ-Umfrage glauben 81 Prozent, der Streit um Stuttgart 21 werde nach dem Volksentscheid anhalten. Wenige kündigen Widerstand an.

Landespolitik: Renate Allgöwer (ral)
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Stuttgart - Die Parteien, allen voran die SPD, hoffen, dass der Volksentscheid am 27. November Frieden bringt. Für viele ist sogar zweitrangig, wie die Befragung ausgeht, Hauptsache, das Streitthema S 21 ist vom Tisch. Die Umfrage gibt da allerdings wenig Anlass zur Hoffnung. Immerhin 52 Prozent der Befragten ist es ziemlich oder sogar sehr wichtig, wie der Volksentscheid ausgeht. Mittelmäßiges Interesse bekunden 28 Prozent. Die große Mehrheit von 81 Prozent sagt, nein, der Volksentscheid wird den Streit nicht beilegen, nur 16 Prozent erwarten, dass die Abstimmung Frieden bringt. Die Zweifel sind im ganzen Land verbreitet, in Stuttgart und der Region sind sie mit 83 beziehungsweise 82 Prozent leicht stärker als im restlichen Land. Dort sind 81 Prozent skeptisch.

An ihnen selbst liegt es nach dem Bekunden der Umfrageteilnehmer nicht. 95 Prozent sagen, sie würden das Ergebnis akzeptieren, nur vier Prozent bekennen, sie würden es nicht schlucken. In der Stadt Stuttgart sind das allerdings sieben Prozent. Im Umland beträgt der Anteil nur noch vier, in den anderen Landesteilen noch drei Prozent. Die Parteienpräferenz ist dabei kaum entscheidend. Erstaunlicherweise wollen acht Prozent derer, die die FDP bevorzugen, sich der Mehrheit nicht beugen. Bei Grünen und SPD sind es jeweils vier, bei CDU und Piraten je drei Prozent. Von den Ausstiegsbefürwortern zeigen sich sechs Prozent widerständig, bei den Ausstiegsgegnern sind es zwei Prozent.

Deutliche Unterschiede zwischen Stuttgart und dem Land gibt es jedoch in der Frage, ob die Befragten auch etwas gegen das in ihren Augen falsche Ergebnis unternehmen würde. In der Landeshauptstadt würden 79 Prozent derer, die das Ergebnis nicht akzeptieren würden, auch dagegen aktiv werden, in der Region sind das 49, im übrigen Land 47 Prozent. Der Kampfgeist scheint bei den Ausstiegsgegnern stärker ausgeprägt zu sein als bei den Befürwortern der Kündigung. Von den Ausstiegsgegnern, die das Ergebnis nicht akzeptieren wollen, würden 69 Prozent etwas dagegen unternehmen. Bei denen, die der Mehrheit nicht folgen wollen und die den Ausstieg befürworten, erklären das 59 Prozent.

Hier gehts zur Flash-Grafik mit der kompletten Umfrage »

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