StZ und StN: Gemeinsame Aktion für Bedürftige Trostpakete gegen die Trostlosigkeit

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Sagenhafte 620 000 Euro haben die Leserinnen und Leser von StZ und StN bisher für die Corona-Soforthilfe gespendet: Das hilft gegen einen knurrenden Magen, gegen die Einsamkeit und auch für die Schule.

Christa Leber freut sich: Henrike Jedamczik (r.) brachte ihr Blumen. Foto: Lg/Max Kovalenko
Christa Leber freut sich: Henrike Jedamczik (r.) brachte ihr Blumen. Foto: Lg/Max Kovalenko

Stuttgart - Das Virus regiert und die Pandemie hat gerade in der sozialen Arbeit völlig unerwartete und weitreichende Auswirkungen. Die Leser und Leserinnen der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten haben in dieser beispiellosen Situation für die gemeinsame Aktion Corona-Soforthilfe von „Hilfe für den Nachbarn“ und „Aktion Weihnachten“ ihre bewundernswerte Hilfsbereitschaft bewiesen: Bisher sind 620 000 Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. Dafür den herzlichsten Dank.

Digitale Medien für Schulkinder

Eine große Summe geht an die karitativen Einrichtungen, mit denen die beiden Spendenaktionen zusammenarbeiten. So konnten diese schnell für Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien Laptops und Drucker anschaffen. Bisher konnten so über 400 Laptops für Kinder aus bedürftigen Familien finanziert werden. Eine richtige und wichtige Aktion, denn Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rechnet bis weit in das kommende Schuljahr mit einer Mischform von Präsenz -und digitalem Unterricht.

Das kleine Durchhaltepaket

Ganz andere Probleme plagen die 160 Männer, die im Immanuel-Grözinger-Haus wohnen. Die meisten lebten zuvor auf der Straße am Rande der Gesellschaft. Sie werden über die Corona-Soforthilfe jeweils mit einem kleinen Durchhaltepaket unterstützt: Das soll ein Trost in dieser Trostlosigkeit sein. Im Paket enthalten sind ein Zehn-Euro-Einkaufsgutschein für ein Lebensmittelgeschäft, ein Mundschutz aus Stoff, ein paar Süßigkeiten und Snacks, eine Zeitschrift und für alle Fälle ein Informationsblatt mit Verhaltensregeln während der Coronakrise.

Tischkicker oder Karten spielen, fernsehen oder Zeitung lesen im Gemeinschaftsraum – alles ist gestrichen. Selbst ihre Mahlzeiten müssen die Bewohner auf ihrem Zimmer einnehmen und natürlich fallen auch alle sonstigen Aktivitäten des Heims flach. Es gilt eine Besuchssperre, da die Bewohner zur Hochrisikogruppe gehören.

Release kann Care-Pakete verteilen

Wegen der Pandemie kann die Suchtberatungsstelle Release viele ihrer Hilfen aus Sicherheitsgründen nicht mehr anbieten. Dazu gehören die günstigen Mahlzeiten. So knurrt manchem Klienten der Magen. In der Kriegsbergstraße holen jene, die in einer Substitutionsbehandlung sind, ihre Medikamente ab. Alle haben ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb wurde die Methadon-Abgabe auf den Hof verlegt. Dank der Spenden können ihnen die Release-Mitarbeiter dort belegte Brötchen und einen Mundschutz austeilen.

40 Klienten von Release, die im Kulturwerk Ost bisher einer regelmäßigen Beschäftigung auf dem Zweiten Arbeitsmarkt nachgingen, verloren ihren Zuverdienst. Sie erhalten aus den Spenden Care-Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Blumige Überraschungen

„Manche von den Besuchern unserer Begegnungsstätte haben uns gedroht, dass sie uns einfach überfallen werden“, berichtet Henrike Jedamczik von der Altenhilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Zuffenhausen. Sie betreut Senioren, die zuhause leben und von der hauswirtschaftlichen Hilfe unterstützt werden. „Viele nimmt die Situation sehr mit“, weiß sie. Alle gemeinsamen Aktivitäten sind eingestellt und es herrscht Besuchsverbot. Da zaubert ihnen ein Blumenstrauß ein Lächen ins Gesicht. Die Corona-Soforthilfe übergab der AWO eine Spende, mit der sie 520 alten Menschen eine solche kleine, freundliche Überraschung bereiten kann.

So können Sie spenden:

Die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten danken allen Spenderinnen und Spendern! Wenn Sie helfen wollen, bitten wir um Spenden auf das folgende Konto:

„Hilfe für den Nachbarn“ e.V. , IBAN: DE53 6005 0101 0002 2262 22, Baden-Württembergische Bank,Kennwort „Corona-Soforthilfe“.

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