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Subkultur am Stuttgarter Nordbahnhof Kultur-Waggons müssen weichen

Von ivo 

Immer wieder ist das Ende der Subkulturspielstätte Waggons am Nordbahnhof angekündigt worden, nun ist es tatsächlich soweit: Ein Teil der zu Bars und Ateliers umfunktionierten Eisenbahnwaggons in der Nähe der Wagenhallen muss bis zum 31.  August endgültig weichen.

Ein Teil der zu Bars und Ateliers umfunktionierten Waggons am Nordbahnhof muss bis zum 31. August weichen. Foto: Archiv Michael Steinert
Ein Teil der zu Bars und Ateliers umfunktionierten Waggons am Nordbahnhof muss bis zum 31. August weichen. Foto: Archiv Michael Steinert

Stuttgart - Immer wieder ist das Ende der Subkulturspielstätte Waggons am Nordbahnhof angekündigt worden, nun ist es tatsächlich soweit: Ein Teil der zu Bars und Ateliers umfunktionierten Eisenbahnwaggons in der Nähe der Wagenhallen muss bis zum 31.  August endgültig weichen. Der Grund: die zum Teil uralten Schienen und Weichen müssten erneuert werden, sagt ein Mitarbeiter der DB Services Immobilien.

Bereits seit sechs Wochen finden in dem Bereich rund um die Gäubahnbrücke massive Gleisbauarbeiten statt. Für die S-21-Baulogistikstraße, die auf dem ehemaligen Gelände der Firma JKS Recycling entsteht, müssen laut Bahn neue Schienen und neue Weichen installiert werden. „Daher müssen die Waggons in der vorderen Reihe weichen“, sagt ein Bahn-Mitarbeiter.

Wie schnell die betroffenen Waggons abtransportiert werden können, ist dabei unklar. Auf dem Schienenweg sei der Abtransport nicht möglich. Einer der am Nordbahnhof ansässigen Künstler rechnet damit, dass die Waggons in der ersten Septemberwoche mittels Schwertransportern abgeholt werden, um sie dann zum größten Teil von der Firma JKS an deren neuem Standort in Feuerbach verschrotten zu lassen. Wer die kreative Spielwiese mit ihren ganz unterschiedlichen Inhalten als Besucher noch einmal erleben möchte, hat bis zum 31. August vor allem an den Wochenenden Gelegenheit dazu.