Anzeige

Südafrika Safari mit Kindern

Von Claudia Bell 

Südafrika ist ein beliebtes Reiseziel. Und auch mit Kindern kann man einen wunderbar entspannten Urlaub am Kap verbringen.

Die Elefantendame Malaika lässt sich bereitwillig von den Besuchern aus Deutschland füttern. Foto: Claudia Bell
Die Elefantendame Malaika lässt sich bereitwillig von den Besuchern aus Deutschland füttern. Foto: Claudia Bell

„Ihr wollt mit eurer Tochter nach Südafrika? Ist das nicht gefährlich?“ So und ähnlich lauten die Fragen, die man zu hören bekommt, wenn man seine Reisepläne kundtut. Doch was soll in diesem wunderschönen Land für ein Kind gefährlich sein? Am besten, man probiert es aus. Direkt nach der Ankunft im malariafreien Kariega Game Reserve, etwa zwei Autostunden östlich von Port Elizabeth, zerstreuen sich alle eventuellen Bedenken. Und die anfängliche Sorge, dass die kleine Tochter nicht mit auf Safari gehen könne, nehmen die Ranger einem sofort. „Klar kann sie mit, sie macht einen vernünftigen Eindruck“, sagt Rangerin Joe und zeigt wenige Minuten nach dem Start im offenen Jeep auf die Giraffengruppe hinter dem Gebüsch. Da stehen sie friedlich kauend und beobachten die Familie aus Deutschland. Und die Tochter betrachtet interessiert all die Tiere, die sich an diesem Nachmittag zeigen: Antilopen, Wasserbüffel, Nashörner und Zebras. Besonders spannend ist die Begegnung mit einer Elefantenkuh und ihrem Baby, die hinter einer Wegbiegung mitten auf der Schotterpiste auftauchen. „Keine Angst: Solange sie noch fressen, sind sie entspannt“, sagt Joe.

Auch Wanderungen und Strandtage sind möglich

Entlang der etwa 480 Kilometer langen Garden Route zwischen Mossel Bay und Port Elizabeth gibt es zwar jede Menge kindergeeigneter Safari-Lodges, man kann aber auch ganz andere Dinge unternehmen; etwa eine Wanderung im Tsitsikamma-Nationalpark. Hier trifft man auf Grüne Meerkatzen, Buschböcke und Paviane, zudem leben hier mehr als 200 Vogelarten, die einen während der eineinhalbstündigen, kinderfreundlichen Tour zwitschernd durch den Wald begleiten. Höhepunkt des „Mouth Trail“ ist die 77 Meter lange Hängebrücke, die beim Darüberlaufen sachte schaukelnd den Gruselfaktor erhöht und gleichzeitig einen fantastischen Blick über den Storms River gewährt.

Gerade während des deutschen Winters bietet sich aber auch ein Strandtag an, etwa in Plettenberg Bay. Das Wasser des Indischen Ozeans ist dann zwar noch etwas frisch, doch gerade für Kinder ist das Buddeln im Sand und das Planschen mit den Füßen im Wasser nach Safaris und Wanderungen eine tolle Abwechslung. Dann geht’s weiter in Richtung Oudtshoorn. Die Elefanten Malaika, Buleilo und Japari warten bereits auf ihre Besucher. Wenige Minuten zuvor hat der Guide Joseph sie mit einem Ruf aus dem Gebüsch gelockt. Bereitwillig lassen sie sich von den Besuchern füttern und streicheln und stellen sogar ihre Beine als Sitzgelegenheit zur Verfügung. Weniger anschmiegsam sind da die Flusspferde, die in dem undurchsichtigen Gewässer rund um die Bungalows hausen. Und spätestens, wenn eines dieser dickhäutigen Tiere aus dem Wasser steigt und sein riesiges Maul vor den im sicheren Jeep sitzenden Menschen aufreißt, weiß man, dass Reisen mehr bildet als so mancher Biologie-Unterricht.

Szenenwechsel, Kontrastprogramm: Montagu steht auf dem Reiseplan. In welcher Kleinstadt wird die Kirche cremefarben gestrichen, weil Weiß die Menschen bei Sonnenschein geblendet hat? So etwas gibt es wohl nur in Montagu, und auch hier zeigt sich: Südafrika mit Kindern ist toll, denn in Montagu gibt es etwa die Avalon Springs Therme, ein Freibad mit unterschiedlich temperierten Schwimmbecken. Und dann kommt Kapstadt, diese atemberaubende, pulsierende Metropole! Das Erste, was einem hier auffällt, sind die Spielplätze überall, die den Rundgang durch die Stadt für Eltern und Kinder gleichermaßen entspannend machen. Auch rund um die Metropole finden sich zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten für Familien: ein Besuch der Pinguinkolonie oder des Two Ocean Aquarium, ein Ausflug in die Edelstein-Manufaktur Scratch Patch, wo Kinder sich Edelsteine zusammensuchen dürfen. Auch der botanische Garten in Kirstenbosch ist einen Besuch wert, ebenso wie der Hochseilgarten in Constantia. Nach drei Wochen am Kap weiß man jedenfalls, es gibt genügend Gründe, um am Ende allen Daheimgebliebenen und Skeptikern sagen zu können: Südafrika mit Kindern ist einfach wunderbar - und alles andere als gefährlich.