Südschleswigsche Wählerverband SSW zieht in den Bundestag ein – was die Kleinpartei will

Flemming Meyer (links) und Stefan Seidler, Parteichef und Spitzenkandidat vom SSW Foto: dpa/Birgitta von Gyldenfeldt
Flemming Meyer (links) und Stefan Seidler, Parteichef und Spitzenkandidat vom SSW Foto: dpa/Birgitta von Gyldenfeldt

SSWas? So ging es vielen, die in der ARD Prognosen und Hochrechnungen verfolgt haben und es dann plötzlich hieß, dass auch der Südschleswigsche Wählerverband ein Direktmandat erobern konnte. Was hinter der Kleinpartei steht.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Was heißt SSW?

Der in Schleswig-Holstein beheimatete Südschleswigsche Wählerverband (SSW) hat nach über 60 Jahren offenbar erneut den Einzug in den Bundestag geschafft. Laut ARD-Hochrechnung von Sonntagabend kommt die Partei der nationalen Minderheiten der Dänen und Friesen auf einen Sitz. Bereits in der Anfangszeit der Bundesrepublik war der SSW von 1949 bis 1953 mit einem Abgeordneten im Bundestag vertreten.

Darum ist der SSW im Bundestag

Nach 1961 stellte die Partei ihre Bemühungen mangels Erfolgsaussichten ein und konzentrierte sich auf die Kommunal- und Landespolitik. Der Wählerverband trat nun das erste Mal seit 60 Jahren wieder bei einer Bundestagswahl an. Er profitiert von einer Sonderregel im Wahlgesetz, laut der nationale Minderheiten bei Bundestagswahlen von der Fünfprozenthürde ausgenommen sind.

Flemming Meyer heißt der Parteichef, Stefan Seidler der Spitzenkandidat. Die Partei soll etwa 600 Mitglieder und sieht sich inhaltlich in der Mitte, zwischen CDU und SPD. Der SSW orientiert sich außerdem an aktuellen skandinavischen politischen Entwicklungen.

 




Unsere Empfehlung für Sie