Superbowl in den USA Die Spaziergänger drehen auf

Die Footballer aus Seattle haben allen Grund zur Freude. Foto: AFP
Die Footballer aus Seattle haben allen Grund zur Freude. Foto: AFP

Durch einen grandiosen 43:8-Sieg gegen die Denver Broncos hat das Team der Seattle Seahawks erstmals die Superbowl gewonnen. Dabei hieß es immer, die Offensive sei zu langsam.

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New York - Letzte Woche, beim „Media Day“ vor dem großen Finale, hatten die Journalisten aus der ganzen Welt die herausragende Chance, an die Footballstars der Seattle Seahawks und Denver Broncos ihre besten Fragen zu stellen – aber es kamen auch solche heraus wie die: „Peyton, schaust du im Fernsehen immer die ,Real Housewives of New Jersey‘ an?“

Der Quarterback der Broncos schluckte. Aber Peyton Manning ist ein höflicher Mensch, und weil er weder den Frager noch die Hausfrauen von New Jersey beleidigen wollte, antwortete er: „Ich hatte leider noch keine Gelegenheit.“

Die könnte bald kommen.

Jedes Fiasko schreit nach einem Schuldigen

Denn Manning muss seit der Nacht zum Montag Kritik einstecken, wie er sie bisher weder kannte noch verdient hat. Aber so ist das: Jedes Fiasko schreit nach Schuldigen, und Superstars sind stets herzlich willkommen. Er gewinnt die großen Spiele nicht, heißt es nach Mannings zweiter Niederlage im dritten Superbowl-Finale. Er ist 37, sagen die einen. Im März wird er 38, sagen die anderen. Und so spielt er plötzlich auch, meckern die Dritten.

43:8.

Wenn es für die Denver Broncos so ausgegangen wäre, für den besten Quarterback hinter der besten Offensive des American Football, hätte sich keiner gewundert. Aber für die Seattle Seahawks, deren Angriffswucht als eher durchschnittlich eingeschätzt worden war? Das 48. Finale im MetLife-Stadion in East Rutherford in New Jersey erwies sich als das einseitigste in der Geschichte des Superbowls– und irgendwie passte dazu dann auch die nächtliche Meldung, dass während einer Superbowl-Party in Denver ein Mann mit lebensgefährlichen Schussverletzungen in die Klinik gebracht werden musste.

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