Zu verrückt, um wahr zu sein? Nach der Schleyerhalle in Stuttgart will Superstar Jason Derulo am Freitag gleich in zwei Clubs After-Show-Partys feiern. Kann das gut gehen?
Ein internationaler Pop-Superstar macht Station im Südwesten – und plant eine Nacht, die länger dauert als jedes Konzert. Mit über 250 Millionen verkauften Singles und Milliarden Streams zählt Jason Derulo zu den erfolgreichsten Künstlern seiner Generation. An diesem Freitag gastiert der R&B-Sänger und Songwriter mit seiner „The Last Dance World Tour“ in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart. Doch nach der Show vor Tausenden Fans ist für den 36-Jährigen noch lange nicht Schluss.
Direkt im Anschluss an das Konzert will Derulo zur offiziellen After-Show-Party in den Hi Life Club am Rotebühlplatz weiterziehen. Dort wird er zwischen 1 und 2 Uhr nachts erwartet – und soll nicht nur vorbeischauen, sondern auch Songs performen und mit den Fans feiern.
Schon Shirin David hat im Hi Life ihre After-Show-Party gefeiert
Hi-Life-Chef Tim Berkemer berichtet, dass eine Agentur gezielt nach einem Stuttgarter Club gesucht habe, „der nicht zu klein und nicht zu groß“ sei, aber auf jeden Fall beliebt bei jungen Leuten. So fiel die Wahl auf das Hi Life – eine Location, in der bereits Shirin David im Juni 2024 nach ihrem Auftritt beim Kesselfestival gefeiert hatte.
Der Club öffnet am Freitag um 22 Uhr. Die meisten Vorverkaufstickets für 25 bis 35 Euro sind bereits vergriffen. Laut Berkemer, bekannt auch als Betreiber der Spitzbubenbar auf dem Cannstatter Volksfest, gibt es aber noch ein „kleines Kontingent“ an Karten an der Abendkasse. Was das Hi Life für den Besuch des berühmtem US-Amerikaners zahlt? „Dazu darf ich nichts sagen“, sagt der Clubchef.
In Pforzheim dachten viele, es seien Fake-News
Nach seinem geplanten Stopp im Hi Life will der Weltstar auch noch weiter nach Pforzheim fahren. Dort soll er im Flash Club auftreten. Der Club hat ihn für 22 Uhr angekündigt – ein Zeitplan, der angesichts des Konzerts und der ersten After-Show-Party in Stuttgart nicht realistisch erscheint. Vor 2.30 Uhr dürfte Derulo kaum in Pforzheim eintreffen. In sozialen Netzwerken sorgte die Ankündigung daher für hitzige Diskussionen. Viele User hielten das Event für Fake-News. Der Flash-Club reagierte prompt und stellte klar: kein PR-Gag, sondern ein vertraglich fixierter Auftritt. Derulo komme tatsächlich.
Dass Jason Derulo nach großen Hallenshows noch in Clubs feiert, ist nicht neu. Erst wenige Tage zuvor war er nach einem Konzert in Bayern im Club Vamos bei Bamberg aufgetreten. Dort allerdings herrschte Frust: Statt wie angekündigt gegen 23.30 Uhr begann sein Auftritt erst nach 2 Uhr morgens – und dauerte lediglich rund 20 Minuten. Einige Fans hatten die Location aus Ärger über die lange Wartezeit bereits verlassen.
Für die Clubbetreiber wird der Freitag zur Nervenprobe
Die Ereignisse von Bamberg zeigen, wie ambitioniert – und riskant – ein derart straffer Zeitplan sein kann. Am Donnerstag stand Derulo noch in der Olympiahalle in München auf der Bühne, bevor es weiter nach Stuttgart geht.
Für die Clubbetreiber in Stuttgart und Pforzheim dürfte der Freitag zur Nervenprobe werden. Zwischen Arena-Show, Autogrammen, Transfer und Clubauftritten bleibt kaum Spielraum für Verzögerungen.
Spannung ist garantiert in Stuttgart und Pforzheim
Fest steht: Wenn alles klappt, erwartet Baden-Württemberg eine Partynacht mit einem Weltstar – hautnah, direkt und deutlich intimer als in der großen Konzertarena. Der Hi Life Club kann stolz sein, dass die Location am Rotebühlplatz ausgewählt wurde. Das Management will mit den Clubbesuchen zeigen, wie nahbar und nicht abgehoben der Sänger noch immer ist, was sich in Social Media niederschlagen wird. Ob Jason Derulo alle drei Stationen zu geplanten Zeiten absolviert, wird sich erst in den frühen Morgenstunden zeigen. Spannung ist garantiert.