SV Fellbach, Fußball-Verbandsliga Ein Eckball bringt nicht nur Gutes

Nikola Jelic auf dem Weg zur Eckfahne, von wo aus am Samstag nicht nur ein Treffer für den SV Fellbach resultiert. Foto: Patricia Sigerist
Nikola Jelic auf dem Weg zur Eckfahne, von wo aus am Samstag nicht nur ein Treffer für den SV Fellbach resultiert. Foto: Patricia Sigerist

Die Fußballer des SV Fellbach verlieren ihr Heimspiel gegen den SSV Ehingen-Süd am Ende noch mit 1:2.

Fellbach - Wenn Nikola Jelic zu einem Eckball oder einem Freistoß antritt, entwickelt sich daraus oftmals eine gute Tormöglichkeit für die Fußballer des SV Fellbach. So geschehen auch am Samstagnachmittag, als die Verbandsliga-Mannschaft um den Trainer Giuseppe Greco das Team vom SSV Ehingen-Süd vor 250 Zuschauern im heimischen Max-Graser-Stadion empfangen hat. Die 1:0-Führung für die Gastgeber in der 68. Spielminute, erzielt von Charalambos Parharidis, resultierte eben aus einem Eckball von Nikola Jelic.

Die Fellbacher Fußballer brachten den Ball im Getümmel nicht über die Torline

Doch in diesem Spiel entwickelte sich aus einer dieser Vorlagen sehr zum Missfallen von Giuseppe Greco auch eine gute Tormöglichkeit für die Mannschaft des SSV Ehingen-Süd, die diese kurz vor Schluss auch prompt zum 2:1-Siegtreffer verwertete. Nur Augenblicke zuvor, ebenfalls nach einem Eckstoß von Nikola Jelic, hatten die Fellbacher Fußballer selbst die Chance auf den entscheidenden Treffer, doch sie brachten den Ball im Getümmel nicht über die Torlinie. „So etwas darf uns nicht passieren, da müssen wir viel cleverer agieren. Zu meiner Zeit wäre der Spieler da nie durchgekommen“, sagte der Coach Giuseppe Greco, der Anfang dieses Jahrtausends bei den Stuttgarter Kickers in der Regionalliga und später beim SSV Reutlingen, bei der SG Sonnenhof/Großaspach und beim 1. FC Normannia Gmünd in der Oberliga gespielt hat.

Doch als Abschluss dieses Konters markierte Semir Telalovic den Siegtreffer für den Verbund des SSV Ehingen-Süd, dem zehn Minuten nach dem Rückstand der Ausgleich gelungen war. Torschütze: der kurz zuvor eingewechselte Ilir Tupella. Der Jubel war groß bei den Gästen um ihren Trainer Michael Bochtler, der Mitte der 1990er-Jahre beim VfB Stuttgart in der Bundesliga gespielt hatte.

Der SVF-Trainer wünscht sich ein besseres Zweikampfverhalten

Auf der anderen Seite dagegen ließen die Fußballer des SV Fellbach die Köpfe hängen. Nach dem 6:1-Auswärtserfolg zuletzt bei Türkspor Neu-Ulm hatten sie sich nun mehr erhofft, wollten eine Siegesserie starten. Stattdessen stecken sie nach gut einem Viertel der Saison im Abstiegskampf. Zum nächsten Spiel gastieren Nikola Jelic und seine Mitstreiter am Freitagabend, 19.30 Uhr, beim noch sieglosen TSV Heimerdingen, Tabellenletzter der Verbandsliga.

Bis dahin möchte Giuseppe Greco mehr Disziplin und Ordnung in die Mannschaft bringen. „Wer nicht den Willen hat, die Drecksarbeit zu machen, der wird am Ende eben bestraft“, sagt der SVF-Trainer, der sich unbedingt ein besseres Zweikampfverhalten seiner Spieler wünscht – speziell in den entscheidenden Situationen. Es fanden sich auch am Samstag wieder zahlreiche Ballverluste im Aufbauspiel seines Teams, das er noch belastet sieht von der Negativserie zuletzt. SV Fellbach: Haug – Njie (74. Marx), Müller, Hörterich (79. Vulcano), Jelic, Kröner, Parhardidis, Paterno, Herbaly, Sessa (65. Wehaus), Kaya (57. Jäkel).




Unsere Empfehlung für Sie