SV Fellbach, Fußball-Verbandsliga Sicherheitschef außer Dienst

Steven  Kröner verlässt schon wieder den SV Fellbach. Foto: Maximilian Hamm
Steven Kröner verlässt schon wieder den SV Fellbach. Foto: Maximilian Hamm

Vorzeitiges Ende des Engagements bei den SVF-Fußballern: Steven Kröner verabschiedet sich in Richtung Hamburg.

Fellbach: Thomas Rennet (ren)

Fellbach - Der Sicherheitschef hätte seinen Dienst wohl auch diesmal über die volle Zeit verrichtet. So war das davor schon in acht der neun Begegnungen dieser Verbandsliga-Saison; nur einmal, nach einem Zusammenprall und Schwindelgefühlen, verließ der Sicherheitschef zur eigenen Sicherheit vorzeitig das linierte Grün. Giuseppe Greco, der Cheftrainer des SV Fellbach, hat bei jeder Gelegenheit auf den Sicherheitschef mit der ausgeprägten Erfahrung gesetzt.

Dieser Abschied kommt Giuseppe Greco überaus ungelegen

Doch bei der bis auf Weiteres letzten Gelegenheit an diesem Freitag, 19.30 Uhr, sieht er von dieser Praxis ab. Steven Kröner, der Sicherheitschef, wird sich nach dem erst zehnten Ligaspiel beim TSV Heimerdingen von den Fellbacher Fußballern verabschieden. Ihn zieht es aus privaten Gründen nach Hamburg. Die bevorstehende Veränderung beschäftigt ihn schon länger, vermehrt nunmehr aber in diesen Tagen.

Dieser Abschied kommt Giuseppe Greco überaus ungelegen. Mit dem neuen Leiter der Defensivabteilung, 240-mal in der Regionalliga gestählt, sind dem SV Fellbach in dieser Saison bloß zwölf Gegentore unterlaufen. Lediglich vier Konkurrenten haben weniger hinnehmen müssen. Dennoch allerdings findet sich das Team auf einem Abstiegsplatz wieder. Vorne fehlen Übersicht und Überzeugung. Die Klasseleistung Ende September bei Türk Spor Neu-Ulm (6:1) bildete nur die Ausnahme von der Regel.

Giuseppe Greco arbeitet nach wie vor entschlossen an der Verfassung des Kaders

Die Fellbacher, bei Abbruch der vergangenen – von Coronaviren infizierten – Runde bereits auf dem vorletzten Tabellenplatz, laufen trotz einer Reihe an vielversprechenden Zugängen schon wieder hinterher. Und ab sofort laufen sie auch noch ohne Steven Kröner hinterher, ihren namhaftesten Zugang des Transfersommers. „Es ist zum Haareraufen“, sagt der SVF-Abteilungsleiter Mathias Fischer und meint damit die Gesamtsituation in der Verbandsliga: „So richtig geschmeidig läuft das bislang nicht. Das überrascht uns ein Stück weit negativ.“

Giuseppe Greco arbeitet nach wie vor entschlossen an der Verfassung des Kaders. „Ich werde akribisch weitermachen“, sagt der 40-Jährige. Es ist eine Maxiaufgabe trotz oder wegen des Maxiaufgebots mit fast 30 Leuten. Form- und Konzentrationsmängel haben die Bemühungen in den vergangenen Wochen torpediert. Der Fellbacher Trainer musste allerdings auch die Grenzen seines Schaffens erleben, die Grenzen des Sports. Mehrere seiner Spieler, potenzielle Stammkräfte allesamt, mussten zuletzt persönliche Schicksalsschläge wegstecken. Der Fußball spielt in solchen Situationen keine Rolle mehr.

Das nächste Spiel im Terminkalender folgt dennoch, das zehnte der Verbandsliga-Saison nun an diesem Freitag beim Tabellenletzten TSV Heimerdingen. „Wir wollen Dominanz zeigen und ein Zeichen setzen“, sagt Giuseppe Greco, der diese Woche im Training eine positive Tendenz ausgemacht hat. Ohne Steven Kröner. Der 31-Jährige ist beim SV Fellbach jetzt ein Sicherheitschef außer Dienst. SV Fellbach: Haug – Jäkel, Marx, Njie, Jelic, Yildiz, Paterno, Parharidis, Herbaly, Sessa, Kaya (Ferati).




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