SV Fellbach, Verbandsliga Späte Belohnung in Pfullingen

Mario Marinic mit dem Fellbacher Co-Trainer Alexander Kustermann Foto: Heiko Potthoff

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach sind zunächst deutlich überlegen, entscheiden die Begegnung beim nun Vorletzten aber erst für sich, als sie einer Niederlage entgegensteuern – 3:2.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)

Zunächst waren die Fußballer des SV Fellbach am Samstag beim VfL Pfullingen unzweifelhaft und anhaltend die Besseren. Das Verbandsliga-Spiel beim nun Vorletzten entschieden die Gäste aber erst für sich, als sie schon einer Niederlage entgegensteuerten. Niklas Pollex war mit dem durchaus erstaunlichen 1:2-Zwischenstand nach einem lange ungefährdeten Auftritt ganz offenbar nicht einverstanden und drehte die Begegnung in der letzten Viertelstunde noch zugunsten seiner Mannschaft. Der Rückkehrer von der TSG Backnang nutzte einen – allerdings unberechtigten – Freistoß zum 2:2-Ausgleich (75.). Neun Minuten später wollte der 25-Jährige ein Foul im Strafraum von Marco Digel an Samuel Wehaus keineswegs folgenlos durchgehen lassen. Er traf abgeklärt per Elfmeter zum 3:2-Erfolg für den SV Fellbach. Zu einem Erfolg, der unbedingt verdient war, mit dem Niklas Pollex und seine Teamgefährten in der zweiten Spielhälfte auf dem nahezu direkt von einer Häuserreihe flankierten Kunstrasen aber doch nicht mehr wirklich rechnen konnten.

 

Die Fellbacher dominieren zunächst mit stringentem Offensivspiel

In der ersten Hälfte des Geschehens dominierten die davor schon zweimal siegreichen Fellbacher mit stringentem Offensivspiel. „Viele saubere Wege nach vorn“ erkannte der Cheftrainer Mario Marinic, der dementsprechend hochzufrieden sein durfte mit dem Auftritt der ihm Anvertrauten. Keinesfalls aber mit dem Ergebnis zur Pause. „Wir müssen mit 3:0 oder 4:0 führen“, sagte der 37-Jährige. Stattdessen musste er ein 1:1 zur Kenntnis nehmen. Zwar gelang Riccardo Scarcelli früh das 1:0 für den SVF (5.). Ansonsten allerdings blieb dem Verbund um den erneut starken Abwehrchef Charalambos Parharidis der Lohn für all die konstruktiven Angriffsbemühungen versagt.

Ob nun Samuel Wehaus, Niklas Hofmeister oder Ali Ferati: Sie alle hätten der Fellbacher Formation frühzeitig jedwede Sorgen um den Ausgang der Verabredung in Pfullingen nehmen können. Doch das 2:0 blieb ihnen trotz der Dominanz vorenthalten. Dafür fiel auf der Gegenseite ein Tor, das diesen Fußballnachmittag, an dem schon auch mal ein Ball auf ein Häuserdach flog, bis auf Weiteres völlig neu ordnete. Valentin Jäkel und der Fellbacher Schlussmann Philipp Meister waren sich nicht einig, Ben Schaal fand das gut und erzielte direkt vor dem Gang in die Kabine den 1:1-Ausgleich (45.). „Ich bin schier verrückt geworden“, sagte Mario Marinic mit Blick auf die vergebenen Torchancen und auf das, was dann eben tatsächlich noch vor dem Pausensprudel passiert war.

Niklas Pollex macht mit zwei späten Toren den Sieg des SVF möglich

Dieses Spiel war nunmehr ein völlig anderes, erst recht, als Dominik Grauer nicht lange nach Wiederbeginn den zweiten Treffer des VfL Pfullingen hinterher setzte (48.). Jetzt mussten die Fußballer aus Fellbach um den Anschluss fürchten. Die Gastgeber hätten in der einen oder anderen Szene die Niederlage der davor noch klar Besseren besiegeln können. Das versäumten sie allerdings und sahen deshalb bald ihrerseits wieder einer Niederlage entgegen. Niklas Pollex fand es an der Zeit für eine neuerliche Wendung – und den dritten Saisonsieg – an diesem vierten Spieltag. „Wir haben Mentalität gezeigt“, sagte Mario Marinic: „Bei uns geht das weiterhin in die richtige Richtung.“ SV Fellbach: Meister – Jäkel, Parharidis, Milenkovic, Koroll, Braun (62. Binner), Ferati (87. Müller), Hofmeister, Pollex, Scarcelli (56. Uslu), Wehaus (90. Michaltsis).

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