Gerade noch waren die Fußballer des 1. FC Normannia Gmünd nach eindrucksvollem Saisonstart an der Verbandsliga-Spitze, schon finden sie sich unter sechs Verfolgern mit sechs Punkten. Wie auch die Akteure des SV Fellbach, die den Gästen am Mittwochabend das erste Gegentor, die erste Niederlage und eben den Verlust der Tabellenführung zugefügt haben. Nur Niklas Hofmeister traf nach famoser Vorarbeit von Charalambos Parharidis und Niklas Pollex auf dem ramponierten Grün im Max-Graser-Stadion. Die Männer aus Gmünd blieben anders als in den ersten beiden Begegnungen (3:0 beim TSV Essingen, 6:0 gegen den SC Geislingen) ohne Erfolgserlebnis. „Wir waren sehr präsent und haben wenig Chancen zugelassen“, sagt der Fellbacher Cheftrainer Mario Marinic. Eben so darf es aus seiner Sicht an diesem Samstagnachmittag, 15.30 Uhr, beim VfL Pfullingen weitergehen.
Das Team des SV Fellbach hat zuletzt zweimal – ohne Gegentor – gewonnen
Nach der Auftaktniederlage beim TSV Berg (1:2) hat das Team des SVF zuletzt zweimal – ohne Gegentor – gewonnen: vor einer Woche mit 2:0 beim FC Wangen und vor drei Tagen mit 1:0 gegen den 1. FC Normannia Gmünd. „Mit dem Selbstbewusstsein aus diesen Spielen wollen wir auch in Pfullingen etwas holen“, sagt Mario Marinic. Die verbesserte Tabellensituation geht einher mit einer verbesserten Personalsituation. Vor dem Heimauftakt gegen den Gmünder Verbund um den Cheftrainer Zlatko Blaskic fand infolge der bis dahin arg dünnen Besetzung Patrick Fossi, 26, als Nachverpflichtung in das Aufgebot des SV Fellbach. Auch mit dem ehemaligen Oberliga-Mittelfeldmann hat Mario Marinic jetzt schon etwas mehr Spielraum für seine Überlegungen. Zudem kann seit Mittwochabend der Kapitän Leon Braun, obgleich noch etwas auf Rhythmussuche, seine Teamgefährten wieder mit der Nummer 5 auf dem Spielfeld unterstützen.
Philipp Meister ist erstmals in der Verbandsliga Schlussmann des SVF
Üppig ist die Lage für den Cheftrainer aber keineswegs angesichts der fünf Langzeitpatienten (Timo Marx, Nikola Jelic, Niklas Weiß, Jamie Miller sowie Fabijan Domic) und sonstiger Ausfälle. An diesem Samstag fehlt Philipp Gutsche aus privaten Gründen; der Schlussmann, 25, ist beim Junggesellenabschied seines Bruders unabkömmlich. Für ihn wird Philipp Meister, im Sommer vom SV Leonberg/Eltingen beim SVF eingetroffen, erstmals im Verbandsliga-Geschehen die Torwarthandschuhe überstreifen. Unklar ist noch, ob sich Mustafa Uslu, ein weiterer Zugang, in Pfullingen einbringen kann. Der 22-Jährige musste – nach bemerkenswerten Auswärtsauftritten als Aktivposten auf der linken Außenbahn – am Mittwoch infolge einer Augenblessur auf der Bank Platz nehmen. In Mustafa Uslus angestammtem Flügelareal allerdings hatte Mario Marinic von Saisonbeginn an quasi drei Stammkräfte für zwei Positionen: Bleiben wie zuletzt immer noch Niklas Koroll, 22, und Riccardo Scarcelli, 20, als rasante Belegschaft vom Fach. SV Fellbach: Meister – Jäkel, Parharidis, Milenkovic, Koroll, Braun, Ferati, Hofmeister, Pollex, Scarcelli, Wehaus.