Sven Ulreich vom VfB Stuttgart Nummer eins – mal wieder

Bei seiner Rückkehr ins VfB-Tor zeigt Sven Ulreich starke Paraden. Foto: Baumann 13 Bilder
Bei seiner Rückkehr ins VfB-Tor zeigt Sven Ulreich starke Paraden. Foto: Baumann

Trotz des Gegentors hat Sven Ulreich in der Partie gegen Augsburg eine gute Leistung gezeigt und seinen Platz im VfB-Tor zurückerobert. Sogar Armin Veh ist jetzt von ihm überzeugt.

Sport: Thomas Haid (T.H.)
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Stuttgart - Wenn diese 72. Minute nicht gewesen wäre, würde hier eine schöne Geschichte stehen. Dann hätte es geheißen, dass die Rückkehr von Sven Ulreich (26) ein voller Erfolg war – für den Torhüter und für den VfB Stuttgart. Aber so ist die Geschichte nur eingeschränkt schön, weil der Augsburger Paul Verhaegh in der 72. Minute einen Handelfmeter zum 1:0-Sieg seiner Mannschaft verwandelte. Der VfB hat verloren, aber einen Gewinner gab es bei ihm trotzdem: Ulreich. Er ist wieder die Nummer eins zwischen den Pfosten. „Ich wäre dämlich, wenn ich erneut wechseln würde“, sagt der Trainer Armin Veh.

Indirekt hat Ulreich alles dem Stürmer Daniel Ginczek zu verdanken, der Thorsten Kirschbaum (27) den Ball am Donnerstag im Training aus zwei Metern ins Gesicht schoss, was eine Gehirnerschütterung zur Folge hatte. Kirschbaum musste Platz für Ulreich machen, den er nach dem 2:2 am 24. September in Dortmund verdrängt hatte. Anschließend musste Veh jedoch mitansehen, wie Kirschbaum ähnlich wie zuvor Ulreich einige Fehler machte. Insgesamt kassierte der VfB mit ihm in sechs Spielen 16 Gegentore. Jetzt ist er wieder draußen.

Veh ist jetzt von Ulreich überzeugt

Kommando zurück, bedeutet das für Veh, der sich nach der Partie in Dortmund „aus Überzeugung“ für Kirschbaum ausgesprochen hatte. Jetzt ist er von Ulreich überzeugt. Veh hat gefallen, wie sein neuer, alter Stammkeeper gegen Raul Bobadilla (30.), Markus Feulner (56.) und Nikola Djurdjic (68.) klärte. Oder welche Ruhe er ausgestrahlt hat. Und sogar das von Veh immer kritisierte Passspiel von Ulreich war für den Trainer dieses Mal „sehr gut“.

Ulreich hat es vernommen. Er sagt das, was ein Spieler in dieser Situation halt sagt. Zum Beispiel, „dass ich einfach versucht habe, meinen Job zu machen“. Oder „dass mein Verhältnis zu Thorsten Kirschbaum hervorragend ist“. Oder „dass ich weiter Gas gebe“. Vielleicht so wie vor knapp vier Jahren, als er seinen Posten schon einmal räumen musste. Aber dann verletzte sich Marc Ziegler am 24. Februar 2011 in der Europa League gegen Benfica Lissabon – und drei Tage später in Frankfurt stand Ulreich wieder im Tor. Wie jetzt gegen Augsburg zeigte er eine starke Leistung – mit dem Unterschied, dass der VfB damals mit 2:0 gewonnen hat. Das war dann eine schöne Geschichte – uneingeschränkt.




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