Synergiepark Vaihingen-Möhringen Endspurt für die U 12

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Am 13. Mai eröffnen die Stuttgarter Straßenbahnen nach drei Jahren Bauzeit den Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen Wallgraben und Dürrlewang. Für die Autofahrer haben dann auch die Umleitungen im Synergiepark ein Ende.

Die neuen Haltestellen  wie hier in Dürrlewang sind fast fertig. Bereits diese Woche sollen testweise die ersten Bahnen über den neuen Streckenabschnitt fahren. Foto: Sandra Hintermayr
Die neuen Haltestellen wie hier in Dürrlewang sind fast fertig. Bereits diese Woche sollen testweise die ersten Bahnen über den neuen Streckenabschnitt fahren. Foto: Sandra Hintermayr

Vaihingen - Die Tage der rot-weißen Baustellenabschrankungen und Umleitungsschilder im Gewerbegebiet sind gezählt. Die Bauarbeiten am neuen Streckenabschnitt der Stadtbahnlinie U 12 zwischen der verlegten Haltestelle Wallgraben und der neuen Endhaltestelle Dürrlewang sind fast beendet. Noch sind einzelne Baufelder offen, an denen der endgültige Straßenbelag verlegt werden muss. Zudem fehlen einzelne Geländer an den Z-Überwegen an den Haltestellen. Doch abgesehen von diesen Feinarbeiten ist alles fertig. „Wir liegen mit den Arbeiten genau im Zeitplan“, sagt Marco Saturno, der zuständige Projektleiter der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Einzelne Straßenschilder müssen noch aufgestellt, Fahrbahnmarkierungen aufgetragen werden.

Die Gleisarbeiten sind im Prinzip abgeschlossen. Die einzelnen Teilstücke sind bereits miteinander verbunden, die Fahrleitungen über den gesamten neuen Streckenabschnitt gespannt. „Theoretisch könnte die Bahn schon fahren“, sagt Saturno. Theoretisch deswegen, weil vor der tatsächlichen Inbetriebnahme die Funktionsfähigkeit der Strecke getestet werden muss. Der Probebetrieb ist für diesen Donnerstag angesetzt. „Dabei spielen wir die verschiedensten Szenarien durch, die im alltäglichen Betrieb der Bahn vorkommen können“, erläutert der Projektleiter. So werden drei bis vier Züge auf die Strecke geschickt, und es wird geprüft, ob auch alle Ampelanlagen und Signale, sowohl für Stadtbahn als auch für die Autofahrer und Fußgänger, funktionieren.

Straßen sind wieder beidseitig befahrbar

Mit der Fertigstellung des neuen Streckenabschnitts können die Autofahrer im Synergiepark wieder aufatmen. Bereits diese Woche soll die Straße Am Wallgraben in ihrer vollen Länge in beide Fahrtrichtungen befahrbar sein, in der nächsten Woche soll das auch für die Galileistraße in Dürrlewang gelten. Am kommenden Wochenende, 23. und 24. April, wird allerdings die Straße Am Wallgraben und die Galileistraße ab der Kreuzung Industriestraße noch einmal gesperrt, um die Deckschicht auf die Straße aufzutragen.

Mit dem Endausbau der neuen Haltestellen Lapp-Kabel und Dürrlewang, der in diesen Tagen erfolgen soll, bekommen die Haltestellen noch Sitzbänke, Mülleimer und Fahrausweisautomaten. Die Dynamische Fahrgastinformation – also die elektronischen Hinweisschilder, die anzeigen, wann die nächste Bahn kommt – werden angeschlossen und die Beleuchtung der Haltestellen eingebaut. Entlang der Straßen am Wallgraben und Galileistraße und in den Seitenstraßen haben die SSB insgesamt 89 Bäume gepflanzt. Der Gleiskörper wurde begrünt. „Wir haben bereits Rasen eingesät, er muss nur noch anwachsen“, sagt Saturno. Er hofft, dass die Gleise bei Inbetriebnahme der Strecke bereits durch saftiges Grün führen. Die ebenfalls neu gestaltete Bushaltestelle Dürrlewang bekommt in beide Fahrtrichtungen einen „verstärkten Aufbau“, erklärt Saturno. „Der soll das Gewicht der Busse auffangen und verhindern, dass Spurrillen an den Haltestellen entstehen.“

Beim Gleisbau lief alles nach Plan

Nach drei Jahren Bauzeit blickt der SSB-Projektleiter recht zufrieden zurück. „Wir haben lange darauf hingearbeitet, und jetzt am Ende gingen die Bauarbeiten dann doch schneller als gedacht“, sagt Saturno. „Wir sind froh, dass wir den Fertigstellungstermin einhalten können.“ Schwierigkeiten habe es auf dem Streckenabschnitt lediglich in der Anfangszeit gegeben, nämlich beim Leitungstiefbau. „Da haben wir einige Male Leitungen angetroffen, die da nicht hätten sein sollen“, erklärt Saturno. „Darauf mussten wir reagieren und teilweise umplanen.“ Entweder seien die bestehenden Leitungen verlegt worden oder die SSB habe ihre Pläne anders gestaltet. „Aber seit wir mit dem Gleisbau angefangen haben, lief alles wie geplant“, sagt Saturno.

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